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Kommen gut miteinander klar: Richard Roth und sein Pedelec.

Infoveranstaltung der Vhs Neufahrn

Schnell, aber sicher: Pedelec-Experte erklärt, was man bei Elektrorädern beachten sollte

Fahrräder mit Elektromotor sind beliebt, aber es gibt darüber viele Irrtümer – so die Beobachtung von Pedelec-Experte Richard Roth. Im FT-Interview spricht er über die wichtigsten Aspekte.

Neufahrn – Fahrräder mit Elektromotor sind beliebt und verkaufen sich gut, aber es gibt darüber viele Irrtümer – so die Beobachtung von Richard Roth, Pedelec-Experte und ältester Tourenführer des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs München (ADFC). In einem Vortrag bei der Neufahrner Volkshochschule am Mittwoch, 8. Mai, will er solche „Informationsdefizite“, wie er sagt, aufgreifen und abbauen, Kaufkriterien erläutern und auf Sicherheitsrisiken hinweisen. Welche Aspekte dabei am wichtigsten sind, erklärt Richard Roth im FT-Gespräch.

Herr Roth, seit wann fahren Sie selbst E-Bike?

Seit 2010, und ich bin bis heute schon 25 000 Kilometer gefahren!

Aber tritt man darauf überhaupt noch selbst in die Pedale?

Man muss. Wenn Sie nicht treten, leistet der Motor nichts, denn der ist durch einen Sensor mit den Pedalen verbunden. Aber er vervielfacht die Leistung. Das heißt, auch mit wenig Kraft bin ich schneller unterwegs.

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Bedeutet schneller nicht auch gefährlicher?

Nur, wenn man sein Rad nicht beherrscht. Zum Beispiel muss man mit Fingerspitzengefühl bremsen. Am wichtigsten ist, mit einem herkömmlichen Rad vertraut zu sein und nicht zu glauben, dass man sich auf ein E-Bike einfach draufsetzen kann. Wenn ich als Pedelec-Trainer die Leute zur Probe fahren lasse, erkenne ich sofort diejenigen, die seit Jahren nicht mehr das Rad genommen haben. Diese Fahrpraxis ist aber die Voraussetzung, um auf dem Pedelec sicher zu sein.

Was sind die Vorteile?

Sie sind eben schneller und müssen nicht bei jedem Hügel absteigen. Und Sie sind auch nach einer 100-Kilometer-Tour am Abend noch fit genug für die Einkehr.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Das ist wie beim Autokauf: Ich muss erst mal überlegen, was ich damit machen will und was ich brauche, um mich wohlzufühlen. Beim Probefahren sollte man bewusst auch eine Steigung hochfahren, um den Unterschied zu spüren.

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Wie viel muss man investieren?

Das ist eine individuelle Entscheidung, aber Schnäppchen können Sie vergessen: Diese Elektroräder sind wahnsinnig schwer und mit Blei-Akkus ausgestattet, die weniger lange halten. Ich empfehle, sich Testergebnisse anzuschauen und ansonsten das Rad einfach mal auszuprobieren.

Haben Sie noch Tipps, um die Sicherheit zu erhöhen?

Wer eine Rücktrittbremse gewohnt ist, sollte auch beim Pedelec nicht darauf verzichten, und wer sich beim Umdrehen schwertut, kann Rückspiegel benutzen. Zum Lernen eignen sich Wirtschaftswege mit wenig oder gar keinem Verkehr. Und natürlich rate ich dringend dazu, einen Helm aufzusetzen.

Gut zu wissen

Richard Roth hält seinen Vortrag am Mittwoch, 8. Mai, von 19 bis 21 Uhr, Geschäftsstelle der Vhs Neufahrn (Vhs-Pavillon) an der Bahnhofstraße 32. Die Kursgebühr beträgt acht Euro – inklusive einer Radvorführung auf dem Platz vor dem Pavillon. Darüber hinaus besteht in Zusammenarbeit mit dem Fahrradgeschäft Röckemann für jeden Teilnehmer die Möglichkeit, an einem weiteren Tag, der in dem Vortrag noch genannt wird, selbst ein E-Bike auszuprobieren.

Anja Rahimpour

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