Eröffnung der Skydiving-Anlage 

Skydiving-Anlage in Neufahrn eröffnet: Ab jetzt wird der Traum vom Fliegen wahr

Wer hebt ab, wer bleibt auf dem Boden der Tatsachen? Diese Frage stellte sich bei der Eröffnung der Skydiving-Anlage in Neufahrn. Es war von einem Leuchtturmprojekt, vom Neufahrner „Arc de Triomphe“ und davon die Rede, dass das neun Millionen Euro teure und über 30 Meter hohe Gebäude den Traum vom Fliegen wahr werden lässt.

Neufahrn– Es war ein ganz spezielles Event: Zur Eröffnung der Skydiving-Anlage im Gewerbepark am Römerweg kamen gut 230 Gäste. Profis, sogar ausgewiesene Weltmeister, zeigten einem staunenden Publikum zu was Menschen in der 25 Meter hohen und etwa fünf Meter breiten Pressluftröhre fähig sind. Völlig losgelöst abzuheben, sich mit der Schwerkraft zu spielen und sich dem freien Fall hinzugeben nämlich. Mehr noch, es ist sogar Formationsflug und das Drehen von Pirouetten möglich – wenn man es kann, wohlgemerkt.

Dass es nicht ganz billig ist, sich dem Traum vom Fliegen hinzugeben, das störte an diesem Abend niemand. Schließlich hatten die Gastgeber jedem einen Freifahrtschein ins Begrüßungspaket gesteckt. Die meisten der Besucher hielten sich aber erst einmal zurück. Ganz im Gegensatz zur Prominenz: Sowohl der Landtagsabgeordnete Benno Zierer, als auch Neufahrns 2. Bürgermeister Hans Maier stiegen in die Röhre und gaben sich sich den aus riesigen Turbinen gespeisten Fliehkräften hin. Im Normalfall kosten zwei Minuten Fliegen in der „FlyStation“ knapp 50 Euro.

Dass man dafür jede Menge geboten bekommt, dafür treten der Investor, Alexander Parmanin und sein vielköpfiges, geschultes Team ein. Parmanin stellte Projekt und Mitarbeiter im Detail dem Publikum vor. Er bedankte sich artig für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Genehmigungsbehörden im Landratsamt Freising. An die Premierengäste gewandt, sagte Parmanin, der bereits eine ähnlich Anlage in St. Petersburg betreibt: „Der Traum vom Fliegen wird wahr.“

Hans Mayer, Neufahrs 2. Bürgermeister, der Amtschef Franz Heilmeier vertrat, verglich das 33 Meter aufragende de Gebäude mit einem römischen Triumphbogen, respektive mit dem Arc de Triomphe in Paris. Er sprach von einer architektonischen Meisterleistung und davon, dass all jene Lügen gestraft worden seien, die etwa befürchtet hätten, die Turbinen könnten zu laut und die Piloten in ihren anfliegenden Jets vom Betrieb der Skydiving-Anlage irritiert werden.

Auch Landrat Josef Hauner würdigte das ehrgeizige weithin sichtbare Bauwerk. „Ich glaube, die Gemeinde Neufahrn kann sich glücklich schätzen, dass sie einen Investor gefunden hat, der ein solches Projekt hier in diesem Gewerbegebiet umsetzt“, sagte Hauner. Und der Landrat fügte an: „Das ist ein Leuchtturmprojekt, ein echter Hingucker.“

Frontdeskmanagerin Molly Paul (28), Beteiligte am seit Oktober laufenden Probelauf, brachte ihren Eindruck und ihre ganz persönliche Flugerfahrung mit den Worten auf den Punkt: „Ich wusste nicht, ob es mir gefällt – aber ich liebe es.“

Alexander Fischer

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