Großbrand in Ankerzentrum für Asylbewerber - Lage unübersichtlich

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Schmökerstunde mit dem Staatssekretär: Bernd Sibler (2. v. r.), Rathauschef Franz Heilmeier (Mitte) und Bücherei-Leiterin Michaela Reidel schauten (v. l.) Nina, Pia und Can beim Lesen zu.

Gemeindebibliothek Neufahrn

„So etwas wie unser zweites Jugendzentrum“

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Hoher Besuch in der Neufahrner Gemeindebücherei: Heute Vormittag hat sich dort Staatssekretär Bernd Sibler im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bibliotheken im Lebensbogen“ über aktuelle Projekte informiert. Bei einem Rundgang durch die drei Etagen nahm er einen historischen Bereich besonders unter die Lupe.

Neufahrn – Links Christopher Clarks „Die Schlafwandler“, direkt daneben der 1000-Seiten-Wälzer „Der Dreißigjährige Krieg“ von Herfried Münkler. Und auch die weitere geschichtliche Auswahl im Bereich Sachbücher beeindruckte Bernd Sibler: „Alles da, was man braucht.“ Der studierte Historiker in dem Staatssekretär hatte gesprochen. Da fiel auf seine Frage nach dem Ausleih-Interesse in diesem Teil der Bibliothek Leiterin Michaela Reidel die Antwort fast schwer: „Das lässt schon nach, muss man sagen.“

Irgendwie auch kein Wunder: Schließlich besuchte Sibler die Neufahrner Bücherei ja in erster Linie deshalb, weil dort die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Leseförderung groß geschrieben werden. Da zählen ausführliche Weltkriegsanalysen nicht zwingend dazu.

Staatssekretär Sibler war nicht alleine gekommen. Zu ihm gesellte sich neben einer Rathaus-Delegation um Bürgermeister Franz Heilmeier auch eine zweite Klasse der Grundschule am Jahnweg. Der beste Beweis dafür, dass „Ihre Tür gerade Kitas, Grundschule und weiterführenden Schulen offensteht“, wie er in Richtung Reidel betonte. Dazu zählen spezielle Öffnungszeiten, ein Bibliotheksführerschein, Autorenlesungen sowie ein eigener Kinder- und Jugendbereich.

„Der ist inzwischen fast schon so etwas wie unser zweites Jugendzentrum geworden“, berichtete Heilmeier. Dort kommt der Nachwuchs nämlich nicht nur zum Schmökern, sondern auch, um sich wegen Bewerbungen, Referaten oder bei Sprachschwierigkeiten und anderen Problemen an einen Ansprechpartner zu wenden. Bereits mehrfach wurde die Neufahrner Bücherei mit dem Gütesiegel „Partner der Schulen“ ausgezeichnet.

Ein Lob hatte Bernd Sibler auch für die Gemeinde parat: Die jährlichen 30 000 Euro für neuen Lesestoff lägen über dem bayerischen Durchschnitt. Er sei übrigens bemüht, auch seitens des Freistaats mehr Geld für Büchereien locker zu machen.

Die Zweitklässler jedenfalls fühlten sich heute in den Bibliotheksräumen ziemlich wohl. Nachdem sich alle Schüler mit Lesestoff für daheim eingedeckt hatten, schritt Chefin Michaela Reidel zur Tat – mit einer spannenden Lesung. Sofort war es mucksmäuschenstill. Sogar der Staatssekretär hörte aufmerksam zu.

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