Frank Bandle (Grüne)
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Frank Bandle (Grüne) hatte Verbesserungsvorschläge.

Rampe statt Lift und weniger Duschen?

Turnhallen-Neubau in Neufahrn: Verbesserungsvorschläge werden in Plan eingearbeitet und vorgestellt

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Der Neubau der Turnhalle II am Jahnweg beschäftigt weiter Neufahrns Gemeinderäte. In der jüngsten Sitzung ging es unter anderem um Barrierefreiheit und Duschen.

Neufahrn – Dass sich der Neufahrner Gemeinderat im März dazu entschlossen hat, die von drei auf zwei Umkleidekabinen reduzierte Variante der neuen Turnhalle II am Jahnweg zur weiteren Planung freizugeben, hat eine Einsparung von rund 300.000 Euro ergeben. Dennoch: Als am Montag dem Bauausschuss die abermals abgespeckte Form der Halle vorlag, wurden die Kosten nach grober Schätzung auf rund 4,4 Millionen Euro beziffert. Und das ohne PV-Anlage.

Das Architekturbüro Büro 4 Wagner + Partner hatte die Wünsche und Anregungen aus der März-Sitzung des Gemeinderats eingearbeitet – ein „Update“ also. An der Turnhalle selbst habe sich nichts geändert, lediglich die Höhe des Gebäudes sei auf 5,6 Meter reduziert worden, füge sich jetzt viel besser in die Umgebung ein. Der externe Zugang erfolge im Westen, die beiden Grundschulen würden über den Stiefelgang angeschlossen. Dafür, dass die Halle behindertengerecht sei, sorge ein Lift.

„Soll ja keine Wellnessanlage werden“

Frank Bandle (Grüne), Umweltreferent und Vorsitzender des TSV Neufahrn, hatte sich zu der aktualisierten Planung so seine Gedanken gemacht und war auf einige Verbesserungsvorschläge gekommen: So könne man die Zahl der Duschen reduzieren, schließlich „soll das ja keine Wellnessanlage werden“. Sinnvoll und kostensparend wäre es wohl auch, wenn man nur einen, dann aber großen Geräteraum so anordne, dass er von beiden Hallenhälften aus erreichbar wäre.

Vor allem aber riet Bandle von dem Einbau eines Aufzugs ab: Im Brandfall dürfe ein Rollstuhlfahrer diesen nicht benutzen, sei also im Untergeschoß „eingesperrt“. Laut Architekt werde laut gesetzlicher Vorschriften auf „Mithilfe“ gesetzt, sprich: Der Rollstuhlfahrer werde getragen. Bandle plädierte für Rampen, die vom Untergeschoß aus im Freien nach oben führten. Doch da waren die Planer eher skeptisch: Die Rampen wären bei einer vorgeschriebenen maximalen Steigung von sechs Prozent sehr lang, schließlich müsse man drei Meter Höhenunterschied überwinden. Dafür fehle der Platz oder man baue eine Rampe mit zwei oder drei Kehren. Weil die Kostenfrage nicht beantwortet werden konnte, wurde beschlossen, bei der nächsten Vorlage der Planung am 28. Juni im Bauausschuss beide Varianten darzustellen. Dieser Entwurf wird dann auch reduzierte Duschen vorsehen und wird so aussehen, dass der Erste-Hilfe-Raum einen direkten Zugang zur Halle besitzt.

Außerdem hat der Bauausschuss auf Anraten von Bandle und Florian Pflügler (ÖDP) beschlossen, dass das gesamte Hallendach mit einer Photovoltaikanlage belegt wird. Geschätzte Kosten: 80.000 Euro.

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