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Bestens gefüllt war das Mintrachinger Sportheim bei der Theater-Premiere. Noch zweimal wird das Stück aufgeführt.

Viel Kurzweil mit dem „Regnwurm-Orakl“

Mintraching – Die Theatergruppe „Isarlust“ des Burschenvereins Mintraching feierte mit dem Dreiakter „Regnwurm-Orakl“ einen grandiosen Auftakt. Das Publikum jedenfalls bescherte den Akteuren am Freitag im Sportheim tosenden Applaus.

Schauplatz des Geschehens ist eine schäbige Fischerhütte. Im Blickpunkt: das Ehepaar Lotti und Lumpi (gespielt von Steffi Erl und Hans Burglechner). Die einfachen Fischersleute nehmen es mit der Sauberkeit nicht so genau, sind aber gewitzt, wenn es darum geht, die Nachbarsleute aufs Korn zu nehmen oder ihnen Schnaps und Brennholz zu stehlen. Eines Tages steht der gediegene Hanser (Franz Haltenberger) vor der Tür: Eine Wahrsagerin hätte ihn ins Dorf geschickt, denn hier würde angeblich sein Vater leben – dieser sei Fischer, arm und höre auf den Namen Lumpi. Mit seinem Spezl Zaster-Schorsch (Otto Banek), der jedoch nur Augen für die hübschen Damen im Dorf hat, sucht Hanser nach der richtigen Gelegenheit, Lumpi die frohe Botschaft zu überbringen – und verstrickt sich in eine waghalsige Lüge.

So treibt er Lotti zu der Annahme, sie könne mit Regenwürmern die Zukunft voraussagen. Kein Wunder also, dass das halbe Dorf vor der Fischerhütte Schlange steht: Ob die mythologisch angehauchte Mumien-Reserl (Daniela Gerhardt), der von seiner Gickerl-Walli (Lisa Buschendorf) unterdrückte Gockerl-Willi (Christian Meidinger) oder die Huaberin (Brigitte Brandmeier), die sich nichts sehnlicher wünscht, als für ihren schiachen Sohn ein Weiberl zu finden – sie alle wollen die vermeintlichen Fähigkeiten Lottis in Anspruch nehmen. Einzig die Schank-Zenz (Martina Oberauer) scheint dem Ganzen nicht so wirklich zu trauen. Natürlich wird die Lüge auffliegen, doch bis dahin sorgt das trügerische Treiben Hansers für reichlich Ärger, Chaos und Verwirrung unter den Dorfbewohnern. Am Ende allerdings dreht sich der Spieß um und Hanser wird selbst Opfer des Orakl-Schwindels.

Mit „Regnwurm-Orakl“ von Ralph Wallner präsentierte die Theatergruppe ein Stück, das nur so von Situationskomik strotzt. Regisseurin Irmi Maurus machte dabei einen super Job und verstand es, ihre Akteure zu einer perfekten Inszenierung zu lenken: Jeder der Laienspieler nahm seine Rolle an und ging darin so richtig auf. Vor allem Steffi Erl verkörperte die Figur der Lotti als wäre sie ihr auf dem Leib geschrieben worden. Nicht nur sie begeisterte damit das Publikum. Dieses sparte nicht mit Beifall und beschenkte die Akteure regelmäßig mit Szenenapplaus.

Zusätzlich wurde die Aufführung mit Musik untermalt: Die Sängerinnen Laura Manzinger, Martina Langenegger und Irmi Maurus sorgten zur instrumentalen Begleitung von Peter Webhofer mit ihren Regnwurm-Gstanzl für eine tolle Untermalung des kurzweiligen Abends.

Das Theaterstück kann noch an folgenden Tagen besucht werden: Samstag, 15. April, um 19.30 Uhr sowie Sonntag, 16. April, um 18.30 Uhr. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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