+
Alle Ordensträger auf einen Blick: (v. l. vorne) Irmgard Fent, Therese Sokolowski, dahinter (v. r.) Benno Schuhbauer, Helga Seidenberger, Johanna Dill, Rose und Johann Taschner.

Kehraus des Opa- und Omavereins

Vom Kleiderschrank bis zum Busenwunder

  • schließen

Dass Faschingsfrohsinn keine Frage des Alters, sondern der Einstellung ist, bewies auf bewährte Weise der Kehraus des Opa- und Omavereins beim Metzgerwirt. Die Miss Oma kommt heuer aus Gremertshausen.

Giggenhausen – Vorsitzende Rose Taschner, die man unter der blonden Langhaarperücke fast nicht erkannt hätte, bereitete ihren närrischen Gästen nach einem kräftigen „Helau“ einen herzlichen Empfang – und dies sogar in Reimform. Auch der Herr Marquis aus Mindring (Mintraching), alias Vize-Bürgermeister Hans Mayer, hatte sich zum termingespickten närrischen Endspurt ein wenig Zeit für Faschingsgaudi von und mit dem Giggenhauser Ortsverein genommen.

Im Mittelpunkt des bunten Nachmittags steht bekanntlich die Wahl der Miss Oma. Das zuständige Komitee hatte sich heuer für die Gremertshauserin Irmgard Fent entschieden, die zwei Töchter und einen Schwiegersohn („denn der gehört auch dazu“) sowie zwei Enkelkinder vorweisen kann. Damit wurde sie zur würdigen Nachfolgerin von Maria Scherer auserkoren – und durfte sich ein glitzerndes Krönchen aufsetzen lassen.

Wie üblich, standen noch weitere Omas und Opas zur Ehrung für besondere Leistungen an: Als höchster Orden gilt hier gemeinhin der Fruchtbarkeitsorden, mit dem, so Taschner, aufgrund erzieherischer Familienplanung diejenigen belohnt werden, die in der nächsten oder übernächsten Generation mit Nachwuchs gesegnet wurden. Heuer war das bei Uroma Therese Sokolowski, Uropa Benno Schuhbauer und Oma Helga Seidenberger der Fall. Den Rentnerorden hatten sich neben Johanna Dill auch die Eheleute Rose und Johann Taschner verdient.

Vergnügliche Kurzweil verbreiteten zwei Ehe-Sketche. Mit fröhlichem Gelächter wurde ein von Taschner vorgetragenes Gedicht mit dem Titel „Klassentreffen“ quittiert, bei dem die vor langer Zeit Angebetete, „einst so schlank“, nun „ähnelt einem Kleiderschrank“ – oder auch das Busenwunder von einst jetzt „platt ist wie ne Flunder“. Aus Gründen der Gleichberechtigung hatten freilich auch die feschen Buam von einst durch den Zahn der Zeit gelitten.

Dem Opa- und Oma-Vorstand fiel bei der abschließenden Maskenprämierung für die zehn originellsten Kostüme wieder die Auswahl zu. Die drei Erstplatzierten wurden dabei zusätzlich zur süßen Belohnung mit einer originellen Geschenkpackung überrascht.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ehemalige Freisingerin stört sich an Hindenburg-Hausnummernschild
Die ehemalige Freisingerin Edith Wiesenfeldt empört sich: Denn in der Unteren Hauptstraße in Freising hängen immer noch Hausnummernschilder mit Hindenburg-Schriftzug aus …
Ehemalige Freisingerin stört sich an Hindenburg-Hausnummernschild
Toiletten erneuert und Trinkbrunnen gebaut
Auch heuer haben fleißige Handwerker das Freizeitbad „neufun“ während der Schließzeit auf Vordermann gebracht. Die Gäste könnten sich etwa auf komplett neue Toiletten im …
Toiletten erneuert und Trinkbrunnen gebaut
Sie kam nicht mehr in das Jugendwerk Birkeneck zurück: Josefin (14) wird vermisst
Seit vergangenen Freitag, 10. August, abends wird die 14-jährige Josefin Sultan-Zade (Bild) aus Hallbergmoos vermisst. 
Sie kam nicht mehr in das Jugendwerk Birkeneck zurück: Josefin (14) wird vermisst
Freisinger Schlangenweg ist saniert - Naturschützer murren
Ein besonders schönes Freisinger Naherholungsgebiet ist wieder verkehrssicher – und damit gefahrlos zu erwandern: der Weihenstephaner Südhang. Zumindest der erste Teil – …
Freisinger Schlangenweg ist saniert - Naturschützer murren

Kommentare