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Neue Ortsmitte: Rathauschef Franz Heilmeier (l.), hier mit Architektin Petra Heilgemair und Bauamtsleiter Michael Schöfer, sieht das  Potenzial.

Fürholzen feiert Richtfest

Vorschusslorbeeren für neues Gemeinschaftshaus

Die Fürholzener Dorfgemeinschaft hat schon mal applaudiert. Beim Richtfest war die Vorfreude auf das Gemeinschaftshaus deutlich zu spüren. Verständlich, denn nach gut fünf Jahren der Planung nimmt das ehrgeizige, knapp eine Million teure Projekt jetzt endlich konkrete Formen an.

Fürholzen – Die Zeiten, in denen man bei Feierlichkeit und Versammlungen dicht an dicht im Feuerwehrhaus sitzt, dürften bald der Vergangenheit angehören. Das Gemeinschaftshaus, das mit EU-Mitteln für die Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert wird, soll bis Ende Juli nächsten Jahres fertig sein.

Großen Anteil daran, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, hat auch die Bevölkerung von Fürholzen. Deren Eigenleistung in einer geschätzten Höhe von 35 000 Euro ist laut Architektin Petra Heilgemair fester Bestandteil der Kalkulation. Die liegt aktuell bei einer Summe von 992 959 Euro.

In dem neuen Dorfzentrum, das auf einem Hügel in unmittelbarer Nähe zur Kirche und zum alten Schulhaus entsteht, wird es Heilgemair zufolge einen großen und einen kleineren Saal, also genug Platz für Anlässe aller Art geben. Mehr noch: Aufgrund seiner exponierten Lage hat das neue Gemeinschaftshaus das Zeug dazu, dem Ort eine richtige Mitte, ein neues Zentrum der Begegnung und der Kultur zu geben.

Ein Aspekt, den nicht zuletzt Bürgermeister Franz Heilmeier hervorhob, bei seiner Ansprache zur lang ersehnten Hebweih. Gut fünf Jahre hat es gedauert, bis die Pläne in die Tat umgesetzt werden können. Erst wollte man einen Anbau an das Feuerwehrhaus, das ging aber nicht, weil sich der Grund als nicht geeignet herausstellte. Auch am jetzigen Standort galt es erst einmal, Erdbewegungen vorzunehmen und Boden auszutauschen, wie Heilgemair erklärte. Zu guter Letzt haben Archäologen auch noch ein paar alte Gräber entdeckt, was den Baubeginn im Frühjahr diesen Jahres aber glücklicherweise nicht mehr allzu lange verzögert hat.

Neben der Dorfgemeinschaft bzw. der eigens für den Bau des Gemeinschaftshauses ins Leben gerufenen Teilnehmergemeinschaft dankte Heilmeier auch derem Vorsitzenden Matthias Huber vom Amt für ländliche Entwicklung in München für seine Unterstützung.

Im Anschluss an den Richtspruch des Zimmerers ging man ins Feuerwehrhaus, wo es für die Beteiligen ein Mittagessen gab – in einem Aufenthaltsraum, der fortan wohl wieder vornehmlich den Zwecken der Feuerwehr dient.

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