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Eröffnung des Nova-Gewerbeparks

Würdiger Nachfolger der „Lippenstiftfabrik“

Der Nova-Gewerbepark ist offiziell eröffnet. Die Projektentwickler der Beos AG haben ihr 34000 Quadratmeter umfassendes Areal in Betrieb genommen. Sechs Mieter, darunter auch die Stadt München, sind bereits fix. Bis zu 25 Unternehmen sollen es werden.

Neufahrn – Es herrschte eitel Sonnenschein, als Bürgermeister Franz Heilmeier heute um kurz nach 14 Uhr das rote Band durchschnitt und damit den Nova-Gewerbepark offiziell seiner Bestimmung übergab. „Ziemlich genau 50 Jahre“, nachdem mit der Ansiedlung des amerikanischen Kosmetikkonzerns Avon eine neue Zeitrechnung begonnen hatte, wie Heilmeier in seinem Grußwort betonte. Ein gut gewählter Zeitpunkt, wie der Rathauschef fand. Denn er erwarte sich eine ähnliche Signalwirkung vom Nova-Gewerbepark.

Dabei komme es ihm gar nicht einmal so auf die Gewerbesteuer, sondern darauf an, dass der Standort als modern und aufstrebend wahrgenommen werde. Davon ist auszugehen, wie Vertreter von Beos bei einer Pressekonferenz deutlich machten.

Deren Vorstand Holger Matheis, eigens aus Berlin angereist, prophezeite gar, dass ähnlich viele Arbeitsplätze entstehen könnten wie dereinst bei der „Lippenstiftfabrik“. Eine gewagte These, die man sogleich relativierte. Schließlich beschäftigte Avon zu Hochzeiten bis zu 1800 Mitarbeiter. Anvisiert sind laut Beos-Projektleiter Daniel Fielitz zwischen 700 und 800 Stellen.

Dass der Nova-Gewerbepark gefragt ist und dass bereits internationale Firmen darauf aufmerksam geworden sind, das machten die Beos-Manager an den jüngsten Abschlüssen wie mit dem Gabelstaplerhersteller Crown, an dem japanischen Hightech-Unternehmen Toray oder den IT-Netzwerkern von „FS.com“ deutlich. Beos-Chef-Projektleiter Daniel Fielitz sprach von einem „breiten Branchenmix“ und davon, dass der Standort noch „großes Potenzial“ biete.

Landrat Josef Hauner gefiel das Spiel mit dem Begriff „Nova“, was ja die Umkehrung von „Avon“ darstelle und für etwas Neues stehe. Auch er lobte die Attraktivität des Areals und des Standortes. Laut Hauner bietet die Verbindung „Zukunftsperspektive“. Und das wohlgemerkt in einem ohnehin wirtschaftsstarken Standort wie dem Landkreis Freising, dessen Arbeitslosenzahl bei 1,9 Prozent liege.

Heilmeier erklärte beim Festakt, dass die Gemeinde gut daran getan habe, auf einem Bebauungsplan mit entsprechenden Festsetzungen zu bestehen. Und er stellte fest, dass Fielitz „Wort gehalten hat“. Der hatte lärmgeplagten Anwohnern bei einer Info-Veranstaltung versprochen, sie zur offiziellen Einweihungsfeier einzuladen. Die kleine Wiedergutmachung kam sichtlich gut an.

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