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Aufgebrezelt: Vhs-Leiterin Ulrike Gietl, Gemeindebibliothekarin Michaela Reidel sowie Programmgestalterin Anja Rahimpour (v. l.) machen gemeinsame Sache bei der Sonderreihe „Wir feiern Bayern“.

Volkshochschule Neufahrn stellt Frühjahrs- und Sommerprogramm vor  

Ganz im Zeichen von weiß-blau

Was hat ein alter Blechteller mit „Heimat neu entdecken“ und „Wir feiern Bayern“ zu tun? Sehr viel, wie führende Frauen von der Vhs in Neufahrn finden. Das neue Programm soll nämlich ganz im Zeichen Bayerns uns seiner Jubiläen stehen. Es ist auch eine Ausstellung mit Überbleibseln aus mehr als 100 Jahren Geschichte geplant. Und so ein antiker Kinderteller könnte da durchaus eine Rolle spielen.

Neufahrn – 100 Jahre Freistaat, 200 Jahre Verfassung sind für die Volkshochschule Grund genug, eine Serie von Bayern-Seminaren, Workshops und Kursen im Zeichen der weiß-blauen Historie zu starten. Und auch Grund genug, ein derart „aufgebretzeltes“, insgesamt 300 Kurse umfassendes Programm für Frühjahr und Sommer, entsprechend vorzustellen – im Dirndl und mit einem Weißwurstfrühstück.

Leiterin Ulrike Gietl und Programm-Gestalterin Anja Rahimpour haben sich Verstärkung geholt: Aus gegebenem Anlass ist man eine Kooperation mit der Gemeindebücherei eingegangen. Unter anderem ist im Zuge der Sonderreihe „Wir in Bayern“ eine Schreibwerkstatt mit Lesung rund um Bayern, seine Geschichte und seine Traditionen geplant. Dies gaben Rahimpour und Gietl zusammen mit der Leiterin der Gemeindebibliothek, Michaela Reidel, bei einer Pressekonferenz bekannt.

Zu der Bayern-Ausrichtung des Programms zählen etwa auch ein Kurs für Event-Fotografie beim Volksfestumzug, „Cartoons zur Biergartenzeit“ oder der Kurs „Bayernoutfits für die Kleinen“, bei dem Schnittmuster mit bayernspezifischen Merkmalen zum Einsatz kommen.

In einem derartigen Kontext kommt man um den Begriff „Heimat“ und was diese für den einzelnen bedeutet, natürlich nicht herum. Gedanken darüber tut die Autorengruppe „630 Quadratzentimer“ bei einer Lesung am Freitag, 22. Juni, zwischen 20 und 21.30 Uhr in der Gemeindebibliothek kund.

Ebenfalls im Programm: „Boarisch kocha, wia zua da Uroma ihre Zeidn“, womit sich der Bogen schließt zum Kinderteller und der Ausstellung mit Gegenständen aus der oft zitierten „guten, alten Zeit“. Auf dem Tellerrand ist zu lesen: „Gemüse und Fleisch bekommt nur der, der seine Suppe aß vorher.“ Diese Leihgabe ist nach Worten von Gietl und Rahimpour allerdings das einzige historische Utensil, das bislang abgegeben wurde. Bleibt deshalb zu hoffen, dass die geplante Ausstellung mit Dokumenten, Spielsachen, Alltagsgegenständen, Werkzeug, Fotos und dergleichen mehr, überhaupt zustande kommt. Bis zum 16. April können die Sachen im Vhs-Pavillon an der Bahnhofstraße 32 noch abgegeben werden.

Informationen zum Programm der Vhs Neufahrn, das Dutzende von bayern-spezifischen Themen aufgreift, gibt es außerdem auf der Homepage der Vhs Neufahrn.

Alexander Fischer

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