Neufahrner Kurve jetzt planfestgestellt

Landkreis - Sechs Jahre wurde geplant, jetzt ist es geschehen: Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss für die Schienenanbindung Neufahrner Kurve zum Flughafen erlassen.

Über die 2,5 Kilometer lange Neufahrner Kurve (geschätzte 85 Millionen Euro Kosten), die von Freising kommend hinter Pulling (nördlich von Neufahrn) zweigleisig ausschweift und dann über die Autobahn zum Flughafen führt, wird Ostbayern an den Airport angebunden. Mit dem Beschluss aus dem Eisenbahn-Bundesamt, das die Unterlagen am Montag den betroffenen Gemeinden und der Bahn zukommen ließ, ist auf alle Fälle das Damoklesschwert Marzlinger Spange vom Tisch.

Als „Meilensteinchen“ bezeichnete gestern MdL Manfred Pointner (Freie Wähler) die Planfeststellung: „Immerhin sind diese 2,5 Kilometer nur ein kleiner Abschnitt im Gefüge der gesamten Flughafen-Erschließung.“ Beim Erdinger Ringschluss etwa gehe ja gar nichts voran. Froh ist Pointner aber, dass die Marzlinger Spange damit „endgültig vom Tisch ist“.

Bis zur nächsten Planungsausschusssitzung im Dezember muss Stadtdirektor Gerhard Koch den 186 Seiten starken Beschluss durcharbeiten: „Wir hatten immerhin auch Einwendungen abgegeben.“ Denn im Zuge des Baues müssten Gemeindeverbindungsstraßen verlegt und Feldwege verschoben werden. Außerdem gehe es auch um die Abwicklung des Baustellenverkehrs. Koch: „Das Baulager soll ja am einstigen Freisinger Rangierbahnhof-Gelände am Seilerbrückl aufgeschlagen werden. Da kommt viel Verkehr auf uns zu.“

Neufahrns Bürgermeister Rainer Schneider erhofft sich vom Projekt einen zusätzlichen positiven Effekt für seine Kommune: „Bei uns ist das ein Thema, das eine Folgewirkung haben muss - und zwar den Neubau einer S-Bahn-Station im Gewerbegebiet Römerweg.“

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