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Große Auszeichnung für ein großartiges Projekt: Stephan Philipp (Preisträger), Michael Weber (Leiter des Zentrums Wald-Forst-Holz in Weihenstephan), Sandra Rosenzweig (Preisträgerin), Heinrich Förster (Geschäftsführer), Sebastian Klinger (Preisträger) und Reinhard Mosandl (Vorsitzender des Fördervereins, v. l.) bei der Verleihung der Georg-Dätzel-Medaille.

Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan  

Eine fruchtbare Zusammenarbeit

Ein Neujahrsempfang des Zentrums Wald-Forst-Holz fand am Dienstag wieder am Forstcampus in Weihenstephan statt. In diesem Rahmen wurde zugleich die Georg-Dätzel-Medaille verliehen – und zwar für ein ganz besonderes Projekt.

Freising – Ohne den neuen amerikanischen Präsidenten scheint es jedoch auch bei Veranstaltungen in Deutschland nicht mehr zu gehen: Professor Michael Weber, der Leiter des Forstzentrums, gab den abgeänderten Trump-Slogan „America first“ als „Germany Förster“ aus. Die rund 100 Gäste beim Neujahrsempfang quittierten dies mit Beifall und Schmunzeln. Davor hatte Weber nach der Begrüßung einen Rückblick auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres gegeben: Diese waren vor allem vom Forstzentrum veranstaltete Fachtagungen und Messeauftritte.

Beim Neujahrsempfang präsentierte sich das Forstzentrum als Plattform für gemeinsame Netzwerkarbeit mit ihren drei Partnern: der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU München, der Fakultät für Wald und Forstwissenschaft von Weihenstephan-Triesdorf und der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft. Musikalisch umrahmt wurde der Stehempfang von der Saitenmusik der Musikschule Erding mit Hackbrett, Harfe und Gitarre.

Im zweiten Teil wurde dann die Georg-Dätzel-Medaille an das Projekt „Viele Völker für einen vielfältigen Bergwald“ im Rahmen der Bergwaldoffensive Bayern durch das Forstzentrum verliehen. Dieses Projekt zeichnet sich durch enge Zusammenarbeit der beiden Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein und Holzkirchen mit dem Verein „Internationale Jugendgemeinschaftsdienste“ aus. In mehrwöchigen Workcamps kommen dabei Jugendliche aus verschiedenen Ländern der Welt im Bergwald zusammen. Das Projekt setze dort an, wo der Klimawandel reine Fichtenwälder besonders stark bedrohe, erläuterte Sebastian Klinger, einer der drei Preisträger. „Über 22 000 junge Tannen, Bergahorne, Lärchen und weitere Arten haben die Jugendlichen gepflanzt.“ Der Schutz der Bergwälder und die Völkerverständigung seien das Ergebnis dieser „fruchtbaren Zusammenarbeit“.

Professor Reinhard Mosandl, Vorstand des Fördervereins des Zentrums, überreichte die Georg-Dätzel-Medaille an die Preisträger. „Diese Auszeichnung würdigt seit 2011 besondere Leistungen bei der Anwendung, Umsetzung und Verbreitung von Waldwissen“, betonte Mosandl. „Die Preisträger haben dies in beeindruckender Weise umgesetzt.“

Heinz Mettig

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