„Wir schaffen das“: Grünen-Ortssprecher Norbert Manhart rückte die Integration der Flüchtlinge in den Mittelpunkt seiner Rede. Foto: Bauer

Neujahrsempfang: Die Grünen "schaffen das"

Neufahrn - „Wir schaffen das.“ Die Botschaft des Neufahrner Ortssprechers und Gemeinderats der Grünen, Norbert Manhart, war unmissverständlich. Beim Neujahrsempfang stimmte er die Bevölkerung darauf ein, in diesem Jahr die in die Gemeinde kommenden Flüchtlinge herzlich aufzunehmen. Er und Bürgermeister Franz Heilmeier sind überzeugt von der Offenheit der Neufahrner.

Manhart sprach ganz bewusst von „den weiteren Flüchtlingen“. In der Vergangenheit seien habe es die Zuwanderung auch schon gegeben: „Wir haben über 80 verschiedene Nationalitäten in der Gemeinde: Es gibt hier viele Flüchtlinge, die schon gut integriert sind und deshalb nicht weiter auffallen.“

Auch Bürgermeister Franz Heilmeier widmete sich der Flüchtlingsdebatte, aber mit einer globaleren Sichtweise. Er stellt fest, dass die aktuellen Flüchtlingsströme eher den Trend zum Auseinanderbrechen als zum festeren Zusammenwachsen der Gesellschaft in Deutschland aufweisen würden. Deshalb blicke er mit Sorge auf die Stimmung im Volk. Beim Blick auf Neufahrn sagte er nicht ohne Stolz, dass dies derzeit die zweitgrößte Gemeinde in Bayern mit einem grünen Bürgermeister ist. Diese Fakten trugen zu einer Selbstverständlichkeit der Parteienvielfalt bei. Er zitierte den ersten grünen Bürgermeister in Bayern, Sepp Daxenberger: „Kommunalpolitik wird von Menschen mit Menschen für Menschen gemacht.“ Dieser Grundsatz gilt für ihn auch in seinem Gemeinderat: „Manche Auseinandersetzungen sind deutlicher geworden, aber wir lassen uns nicht auseinander dividieren.“

Neben der Unterbringung der Flüchtlinge möchten die Neufahrner heuer ihren Wirtschaftsstandort weiterbringen und für die Zukunft steigende Steuereinnahmen erreichen. Hier hofft Heilmeier auf mehr Selbstbewusstsein aller Beteiligten: „Es wäre schön, wenn man der Gemeinde die Entwicklungsmöglichkeiten zutraut und sie nicht immer klein geredet wird.“

Außerdem hatten die Grünen heuer Prof. Alois Heißenhuber eingeladen. Der Agrar-Ökonom sprach über die Vereinbarkeit von Wirtschaft und Ökologie.

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