Neujahrsempfang Hallbergmoos: "Vieles ist uns im Alltag nicht bewusst"

Hallbergmoos - Ein Abend für das Ehrenamt: Der Neujahrsempfang in Hallbergmoos gestaltete sich erfrischend anders – mit dem Bürgermeister als Talkmaster.

Ehrenamtliche, die sich um die Kinder- und Jugendarbeit verdient gemacht haben, standen im Mittelpunkt des diesjährigen Neujahrsempfangs der Kommune. Vertreter von Sport, Kultur und Sozialem erlebten einen „Feierabend“ mit neuem Konzept – und einem Bürgermeister, der auch als Talkmaster eine gute Figur machte. „Ich gebe heute den Gottschalk“, hatte Bürgermeister Harald Reents vorab schmunzelnd angekündigt.

Tatsächlich gestaltete sich der Abend erfrischend anders und ein Stück weit weg vom Stereotyp „loben, ehren, essen“. Interviews statt Frontalvorträge, lautete die Devise. Dementsprechend kurz hielt der Gemeindechef seine Grußworte, die Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher wie auch die Altbürgermeister Manfred Pointner und Klaus Stallmeister mitverfolgten: „Kinder sind das köstlichste Gut eines Volkes“, zitierte er aus der Bayerischen Verfassung (Art. 125). Aufgabe von Staat, Gemeinden und Eltern sei es, deren Anspruch auf die Entwicklung zu selbstbestimmungs- und verantwortungsfähigen Persönlichkeiten zu fördern. Die finanzielle Unterstützung von Schulen, Kindertagesstätten und Jugendzentren sei das eine. „Aber im weiteren Sinn sind der Staat und die Gemeinde wir alle.“ Die breit angelegte Ehrenamtskultur in Bayern und die „Hauptpersonen“ im großen Sitzungssaal des Rathauses seien „ein wichtiger Teil davon“. Alltagsbildung finde in der „leider immer spärlicher werdenden Freizeit statt“, die Kinder lernen hier personale, soziale, kulturelle, instrumentelle wie auch politische Kompetenzen.

Wie vielfältig das Spektrum an Kinder- und Jugendarbeit in der Moosgemeinde ist, erfuhren die Anwesenden in den „Talkrunden“, die Reents zwischen Häppchen und Musik der Hands ’n’ Voices, reihum an den Stehtischen führte: Referenten wie Martina Wilkowski (Jugend) und Heinrich Lemer (Sport) kamen dabei ebenso zu Wort wie viele Ehrenamtliche: Iris Stock vom neu gegründeten Arbeitskreis Jugend, der gerade ein Bauwagenprojekt anschiebt. Auch Maximilian Schaller vom School’s Out Party-Organisationsteam, Flüchtlingsbetreuerin Brigitte Wieners oder Damian Edfelder (SV Siegfried) gaben Auskunft über ihre Arbeit. Und alle bestätigten in ihren Aussagen einen Satz, den Reents eingangs zu deren wichtigem Anteil an der Kinder- und Jugendbildung gesagt hatte: „Vieles ist uns im Alltag gar nicht bewusst. Weil es den meisten von ihnen Spaß macht, sich zu engagieren.“

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