Neujahrsschwimmen: Startschuss vom "Wassersepp"

Neufahrn - Eiseskälte fühlt sich anders an. Wenngleich die Überwindung sichtlich groß war beim Neujahrsschwimmen am Mühlsee. Gut 50 Unerschrockene stürzten sich heute Mittag in die Fluten - sehr zur Freude von mehreren hundert Schaulustigen.

„Ob es jetzt minus neun oder plus sieben Grad hat, ist auch schon egal.“ Dieser Ansicht war jedenfalls Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeier, der den publikumsträchtigen Sprung ins kalte Wasser bereits zum vierten Mal wagte. Er war in bester Gesellschaft beim 34. Neujahrsschwimmen der Neufahrner Wasserwacht. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft taten es ihm um exakt 12.30 Uhr gleich.

Das Signal zum kollektiven Inswasserhüpfen gab Josef Schmiegel, besser bekannt als „Wassersepp“, einer der Mitbegründer und einer der dabei war, als man dereinst, 1982 beim Mooswirt, auf die Schnapsidee gekommen war. Die griff schnell um sich. Waren es am Anfang noch einige wenige gewesen, die sich nach womöglich durchzechter Nacht eine Abkühlung und einen erfrischenden Start ins neue Jahr verschafften, so entwickelte sich die Wasserwachts-Gaudi am Mühlsee bald zum Publikumsmagneten. Auch heute säumten wieder Hunderte von Schaulustigen das Ufer. Für die Badegäste, die sich mutig ins Wasser stürzten, gab es jede Menge Beifall.

Dafür, dass die Abkühlung heuer wegen der milden Temperaturen vergleichsweise angenehm war, sprach nicht viel. Kaum einer der Unerschrockenen verweilte länger im kühlen Nass, als es unbedingt sein musste. Prustend und schwer atmend suchten die meisten so schnell wie möglich das rettende Ufer, wo trockene Handtücher und das eine oder Heißgetränk auf die Akteure warteten.

Aus Sicht der Wasserwacht Neufahrn war das Neujahrsschwimmen 2016 abermals ein voller Erfolg. Nicht nur wegen des großen Andrangs, sondern auch deshalb, weil die beiden „Froschmänner“ Christian Haidl und Achim Blunck nur Posten beziehen mussten im Wasser - aber ansonsten nicht viel zu tun bekamen.

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