Ehrensache: Bürgermeister Franz Heilmeier ging beim kollektiven Sprung ins kalte Wasser mit gutem Beispiel voran.

Neujahrsschwimmen: 50 Unerschrockene mögen's kalt

Neufahrn - Es gilt als das Neujahrsspektakel schlechthin. Über 400 Zuschauer verfolgten den traditionellen kollektiven Sprung ins kalte Wasser des Mühlsees. Gut 50 Unerschrockene wagten sich diesmal hinein.

Die ersten, ein paar junge Männer, kamen ganz „cool“ aus der Kabine. Sie mussten sich allerdings ein wenig gedulden, bis der Ideengeber und Initiator der Neujahrsgaudi, Sepp Schmiegel, den Steg freigab. Noch war es nicht an der Zeit, sich in die Fluten zu stürzen.

Pünktlich um 12.30 Uhr stiegen dann die ersten die Treppe hinunter und gingen baden - unter dem Beifall des Publikums, das sich dick in Wintersachen eingepackt und mit Glühwein gewappnet ans Ufer drängte. Die Schaulustigen bekamen einiges geboten. Etwa die Schwimmzüge von Bürgermeister Franz Heilmeier, der sich die Teilnahme wie auch in den vergangenen Jahren nicht nehmen ließ. Dass noch Luft nach oben ist, das bewies Sabrina Rasp, die heuer bereits zum 20. Mal ein Bad nahm - erst in der Menge, dann im bitter kalten Mühlsee.

Eine Premiere feierte dagegen der junge Wasserwachtler Maximilian Blunck, allerdings „nur“ als Froschmann. Der 16-Jährige streifte einen der Neopren-Anzüge über, bevor er untertauchte, um das bunte Treiben zu beobachten. Er hatte die Aufgabe, das Terrain am Mühlsee mit zwei Kollegen abzusichern.

Sichtlich angetan von dem Spektakel war auch der „Ehrenvorsitzende“ der Neufahrner Wasserwacht. Sepp Schmiegel erinnert sich auch heute noch gerne daran, wie er 1982 das erste Mal an Neujahr in den kalten Mühlsee gestiegen ist. Das Event geht demzufolge auf eine echte Schnapsidee, respektive auf eine verlorene Wette zurück. Eine, die ihm nicht nur den Namen „Wassersepp“, sondern auch eine Menge Respekt eingebracht hat. Von den inzwischen zahleichen Nachahmern ganz zu schweigen.

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