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Ein Mann der Kirche der auch einen guten Kontakt zur Jugend herstellte: Jetzt verlässt Axel Windecker Lerchenfeld. 

Pfarrer Axel Windecker verlässt Lerchenfeld

„Nicht betriebsblind werden“

Pfarrer Axel Windecker (46) verlässt im Juni St. Lantpert Lerchenfeld. Nach zwölf Jahren zieht es ihn zu neuen Aufgaben in eine andere Pfarrei der Erzdiözese. Die Bewerbung wird bis Ostern entschieden sein.

Freising – „Ich gehe schon auch mit einem weinenden Auge“, meinte gestern der Geistliche, der bestätigte, dass er St. Lantpert Lerchenfeld heuer verlassen werde. 2005 hatte Axel Windecker als Nachfolger von Franz Xaver Huber die Lerchenfelder Pfarrstelle übernommen: „Das war damals meine erste.“ Vorher war der junge Geistliche als Kaplan und Jugendpfarrer in München-Freimann aktiv gewesen.

Der Wechsel, dem er „zugegebenermaßen auch ein bisserl nervös“ entgegenblickt, habe einen ganz einfachen Grund: „Die Erzdiözese legt Wert darauf, das junge Seelsorger sich spätestens nach zwölf Jahren auf zu neuen Ufern machen, um nicht in eingefahrenen Gleisen zu erstarren“. „Das ist derzeit die Marxime“, setzt Windecker schmunzelnd hinzu: „Ich möchte aber auch persönlich nicht betriebsblind werden. Außerdem habe ich schon bei meinem Amtsantritt in Lerchenfeld gesagt, dass ich vorhabe, nach etwa zwölf Jahren wieder zu gehen. Und hätte ich mich nicht für die ausgeschriebene Stelle im Intranet beworben, wäre sicherlich das Ordinariat auf mich zugekommen.“

Axel Windecker, der von 2011 bis zu seiner Abwahl 2016 auch als Dekan wirkte, erinnert sich an seine Anfänge in der Domstadt: „Die ersten drei Jahre waren nicht einfach.“ Immerhin hatte sein Amtsvorgänger Franz Xaver Huber weit über 30 Jahre lang in Freisings größtem Stadtteil gewirkt, hatte dort einen Kirchenneubau geschultert und war als Dekan tätig gewesen. Große Fußstapfen seien das schon gewesen, erinnert sich Windecker.

Doch dann fasste der Neue Fuß. Einer der Schwerpunkte seiner Arbeit lag vor allem im Jugendbereich. Das war ihm aus seiner Zeit in Freimann in Fleisch und Blut übergegangen. Vor allem aber habe er „neben seiner Position als kirchlicher Würdenträger“ den noch engeren Kontakt (quasi als Privatmann) zu seinen „Schäfchen“ gesucht – und auch gefunden. So erinnert man sich an den aktiven Feuerwehrmann oder auch an den Attachinger Theaterspieler Axel Windecker.

Wohin seine Reise geht, mochte Windecker, der ab Juni bis zum Start in der neuen Pfarrei im September eine Auszeit nimmt, nicht verraten: „Das wird sich um Ostern herum entscheiden.“ Ein Nachfolger ist ebenfalls noch nicht in Sicht.

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