Auswertung bei Pulling

Luftmessung durch FMG: „Nicht vertrauenserweckend“

Freising - Wir schreiben das Jahr 2013: Die FMG erwirbt eine mobile Luftgütemessstation. Von Januar bis Juli 2015 wird sie bei Pulling aufgestellt. Jetzt wurden die Ergebnisse der Messungen ausgewertet und am Mittwoch im Planungsausschuss vorgestellt. Fazit: „Der Gutachter kommt zu dem Gesamt-Ergebnis, dass in Pulling eine vorstädtische bis ländliche Luftqualität vorliegt“.

Weiter heißt es in dem Bericht, die jetzt in Pulling ermittelten Werte seien mit denen der beiden stationären Messstellen der Flughafengesellschaft (FMG) westlich und östlich der Südbahn vergleichbar, so dass deren Resultate auf die Luftgüte in Pulling übertragen werden könnten.

Doch so unproblematisch sich die Ergebnisse präsentieren, sind sie nach Ansicht des Umweltamts der Stadt Freising und der BI Freising nicht. Das Umweltamt betont in seiner Stellungnahme, dass mit einer dritten Startbahn Grenzwertüberschreitungen durchaus zu erwarten wären – vor allem bei den Stickoxiden und den Feinstäuben.

Die Bürgerinitiative (BI) Freising – in Person von Oswald Rottmann und Wolfgang Herrmann – kritisiert vor allem, dass die zur Verfügung gestellten Daten nicht so auswertbar seien und bearbeitet werden könnten, dass Einzelanalysen möglich wären. Excel-Versionen der Dateien seien nicht zur Verfügung gestellt worden. Zudem sei es „nicht sehr vertrauenserweckend“, wenn die FMG eine Firma – nämlich die „Müller BBM“ – damit beauftrage, die nur ihr gegenüber Daten weitergeben dürfe. Auch wenn beispielsweise Jahres-Grenzwerte nicht überschritten würden, könne nicht ausgeschlossen werden, dass Schadstoffe auch in geringen Dosierungen gesundheitsschädlich seien, und dass manche Feinstäube über Tage hinweg in grenzwertüberschreitenden Konzentrationen vorkommen. 

Und: „Zu einem echten Problem würde sich diese Belastung mit einer dritten Startbahn auswachsen.“ Außerdem: Ein Standort beim Ortsteil Attaching sei von der FMG überhaupt nicht akzeptiert worden, blickt die Bürgerinitiative auf längere Diskussionen zurück, wo denn die mobile Luftgütemessstation positioniert werden sollte.

Rubriklistenbild: © dpa

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