Angebot des Donum Vitae e.v.

„Niemand wird verurteilt“

„Wir sind nicht gegen das Leben, sondern für das Leben“, war die Botschaft der gestrigen Pressekonferenz des Donum Vitae für Bayern e.V. Zudem gab es einen Überblick über das umfangreiche Angebot.

Freising – „Beraten – schützen – weiterhelfen“ sind die drei großen Schlagwörter, die für Donum Vitae stehen. Passend zum Motto ist auch das Angebot konzipiert, das von Schwangerschaftskonfliktberatung über Paarberatung reicht. „Ich brauche Hilfe und bin jetzt bereit, sie in Anspruch zu nehmen“ – das ist laut Leiterin Doris Hofmann der Gedanke, der Frauen oder auch Paare schließlich zu ihnen führt.

Ein wichtiger Aufgabenbereich ist die Schwangerschaftskonfliktberatung, die bei Bestreben eines Schwangerschaftsabbruchs gesetzlich vorgeschrieben ist. „Hier wird pro Leben gearbeitet, doch die letzte Entscheidung trifft die Mutter selbst“, erklärte die Bevollmächtigte (Vertreterin des Landesvorstands), Christine Kömpel. Aber: „Wir machen den Frauen kein schlechtes Gewissen. Niemand wird verurteilt.“ Ein großer Teil der insgesamt 2194 Beratungsfälle im vergangenen Jahr war die allgemeine Schwangerenberatung und nachgehende Beratung ab Geburt und in den Folgejahren bis zum dritten Lebensjahr. Doch auch eine zu erwartende Behinderung des Kindes oder die Begleitung der Paare nach einer Fehlgeburt gehört zu den Aufgabenfeldern der fünf Diplom-Sozialpädagoginnen. Die arbeiten nicht nur in Freising, sondern auch in den Außensprechstellen Erding und Moosburg.

Zum Gespräch kommen kann jeder – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder religiöser Zugehörigkeit. Die Beratung ist kostenlos, die Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht – und: Die Atmosphäre soll für jeden so angenehm wie möglich gestaltet werden. So ist es kaum verwunderlich, dass die Zahl der Beratungen stetig wächst und auch viele Frauen mit Migrationshintergrund zur Beratungsstelle finden. Der Großteil der Mädchen und Frauen, die die Beratung in Anspruch nehmen, ist zwischen 18 und 25 Jahre alt. Doch auch Jugendliche werden vom bürgerlich-rechtlichen Verein durch die Sexualpädagogik bedient, bei der die Berater in Schulen gehen und sowohl aufklären als auch wichtige Fragen beantworten.

Victoria Stettner

Rubriklistenbild: © dpa

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