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Am Kreisverkehr zum Söldnermoos soll die Baustelle beginnen – und im Winter 2019 direkt an der FS 11 enden. 

Baustelle

Nordumgehung Hallbergmoos: Statt 2016 wird’s 2018

Für die Hallbergmooser Nordumgehung soll endlich den Startschuss fallen. Die wichtigsten Punkte wurden im Bauausschuss vorgestellt – und das Gremium muss Einiges beachten.

Hallbergmoos – Es hat einiges Hin und Her um die Nordumgehung gegeben, doch nun soll’s ganz schnell gehen: 2018 will man den ersten Spatenstich für die Ortsumfahrung setzen. Vor gut vier Jahren hatte die Kommune die Planungen angestoßen, um den Schwerlastverkehr aus dem Ort zu verbannen.

Um staatliche Fördermittel von etwa 1,2 Millionen Euro einzustreichen, hatte die Kommune im Jahr 2014 zwischenzeitlich einen „Straßentausch“ mit dem Landkreis ins Auge gefasst: Der Landkreis sollte die Nordumgehung als Kreisstraße übernehmen. Im Gegenzug würde die durch die Ortsmitte führende Kreisstraße FS 11 (Theresienstraße/Freisinger Straße) zur Gemeindestraße abgestuft werden. Von dieser Idee hat die Kommune wieder Abstand genommen, als sich herausstellte, dass auch die Kommune zuschussberechtigt ist. Zwei Jahre hat man durch diesen Irrtum verloren, denn eigentlich sollte das Projekt schon 2016 in Bau gehen.

Jetzt will die Kommune das Projekt mit Hochdruck angehen. Verantwortlich für die Konzeption ist Ergun Dost, der in einer anschaulichen Präsentation dem Bau- und Planungsausschuss die wesentlichen Punkte der Planung aufzeigte: Die Trasse soll vom toten Ast vom Kreisverkehr an der Ludwigsstraße ausgehend zur Kläranlage weitergeführt werden und schließlich in einem Kreisverkehr mit 40 Meter Durchmesser bei Mariabrunn (auf Höhe Baustoffwerk Angerer) in die Verbindungsstraße nach Schwaig (FS 11) münden.

Etliche Zwangspunkte hat der Ingenieur im Straßenverlauf ausgemacht. Zum Beispiel: der Kreisverkehr an der Ludwigsstraße, das Biotop am Ludwigskanal, die Anbindung der Kläranlage, die Schutzbepflanzung zum Flughafen und etliche (Wasser-) Leitungen – die müssen unangetastet bleiben. Schnell einig war man sich im Gremium über die Straßenbreite: 6,50 Meter plus Bankette beiderseits. Das entspricht in etwa den Ausmaßen der Ludwigsstraße. Mehr muss es nicht sein, selbst wenn eventuell einmal mehr Schwerlastverkehr aus dem Gewerbegebiet (Nord) rollt. Denn die Nordumfahrung schließt, so der Planer, an zwei Straßen mit sechs Metern Breite an.

Als neuralgischen Punkt hat Dost den Mövenpick-Kreisel aufgezeigt: Verlegt man den vorhandenen toten Ast ein Stück weiter nach Westen und „schwingt“ die Fahrbahn im Anschluss auf die Ausgleichsflächen des Flughafens, spart das nicht nur Geld (zirka 50 000 Euro). „Die Einmündung wäre auch besser befahrbar“, sagt Dost. Vorausgesetzt der Eigentümer willigt ein, will man nun diese Variante weiterverfolgen. Weiterer Vorteil: Ein fünfter Ast, der über die Alte Ludwigstraße (jetzt Fahrradweg) zur B 301 führt, wäre damit grundsätzlich auch realisierbar.

Keinesfalls von der Nordumgehung „abhängen“ sollte man, so das einstimmige Votum des Ausschusses, die Kläranlage, Bau- und Wertstoffhof. Deshalb wird eine Zufahrt, beziehungsweise eine Einmündung, der Straße „Am Ludwigskanal“ vorgesehen. Beachtung fand auch Stefan Kronners (SPD) Hinweis, dass eine beliebte Ausflugsroute – von Hallbergmoos zu den Grünflächen am südlichen Flughafenzaun – die Nordumgehung quert. Damit Fußgänger und Radfahrer sicher über die Schnellstraße mit Mindesttempo 70 kommen, möchte man eine Über- oder Unterführung bauen. Allerdings nur, wenn es technisch machbar und nicht zuschussschädlich ist. Am neu entstehenden Kreisverkehr in Mariabrunn will man die vorhandenen Straßen als Radwege und Feldzufahrten nutzen.

Eva Oestereich

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