200 bis 300 Flüchtlinge kommen noch bis Ende des Jahres im Landkreis Freising an. Foto: dpa

Notunterkunft für den Winter gefunden

Landkreis - Laut dem „Notfallplan Winter“ der Staatsregierung soll jeder Landkreis eine winterfeste Notunterkunft für Flüchtlinge bereithalten. Freising hat eine gefunden. Und sucht weitere.

„Wir sind gerüstet“, berichtet Werner Wagensonner. Man habe bereits eine winterfeste Notunterkunft für etwa hundert Flüchtlinge an der Hand, so der Sachgebietsleiter Sozialwesen am Landratsamt Freising. Damit verfüge man in etwa über die von der Regierung geforderten Kapazitäten, um Asylbewerber vor der Kälte zu schützen. Man arbeite aber mit Hochdruck daran, noch weitere Notunterkünfte aufzutreiben: „Wir sind dran“, sagt Wagensonner.

Eile tut auch not. Bis zum Jahresende sollen vermutlich weitere 200 bis 300 Flüchtlinge in den Landkreis kommen.

Bis jetzt hat man knapp 500 Asylbewerber in 13 Landkreisgemeinden untergebracht. 32 der insgesamt 496 Asylbewerber konnten in Privatwohnungen einquartiert werden, der Rest verteilt sich auf dezentrale Unterkünfte in den Gemeinden Allershausen, Attenkirchen, Au, Fahrenzhausen, Freising, Haag, Hallbergmoos, Langenbach, Mauern, Moosburg, Nandlstadt, Neufahrn und Wolfersdorf. Mit dabei sind auch 34 sogenannte „Fehlbeleger“, Asylbewerber, deren Verfahren zum Abschluss gebracht wurde, und die daher eigentlich keine Asylbewerber mehr sind. „Wir lassen sie aber in den Unterkünften wohnen“, berichtet Anita Fußeder, Sprecherin des Landratsamtes, „wobei wir auch Rücksicht auf die Gemeinden nehmen. Die wären sonst nämlich in der Verantwortung, diese Menschen unterzubringen.“

500 Flüchtlinge, die alles hinter sich lassen mussten: Wie kann man da helfen? Viele Tagblatt-Leser haben sich diese Frage gestellt. Die Antwort: Es gibt durchaus Möglichkeiten, um den Menschen den Aufenthalt fern der Heimat zu erleichtern. „Sie sind im Grunde mit dem Allerwichtigsten ausgestattet“, berichtet Anita Fußeder, „Kleiderspenden etwa sind nicht nötig. Doch was gebraucht wird, sind Fahrräder, Haushaltsgeräte, Fernseher und Kleinmöbel. Dabei sollen Dinge angeboten werden, die noch in gutem Zustand und vor allem dauerhaft funktionsfähig sind. Auch Geldspenden sind wichtig, um etwa Deutschkurse zu finanzieren und einen Zuschuss für gemeinsame Aktivitäten geben zu können. Noch wichtiger als Geld wären aber Personen, die ihre Zeit opfern, etwa um den Flüchtlingskindern bei den Hausaufgaben zu helfen oder um mit ihnen etwas Sport zu treiben. (hob/bs/ne)

Gut zu wissen

Wer den Flüchtlingen helfen möchte, wendet sich für weitere Informationen an folgende Mitarbeiter des Landratsamts:

O Daniel Botzenhardt, Tel. (0 81 61) 60 07 58; daniel.botzenhardt@kreis-fs.de

O Bianka Mikan (0 81 61) 60 07 57; bianka.mikan@kreis-fs.de

O Irmgard Eichelmann, Tel. (0 81 61) 60 07 51; irmgard.eichelmann@kreis-fs.de.  ft

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