Helmut Priller will vor allem den Haushalt der Stadt sanieren.  Foto: Leh

OB-Wahl: ödp schickt Helmut Priller als Kandidaten ins Rennen

Freising - Jetzt sind es schon fünf: Am Donnerstagabend gab die ödp bekannt, dass auch sie einen OB-Kandidaten für 2012 nominieren wird. Sein Name: Helmut Priller. Seine Mission: den städtischen Haushalt sanieren.

Lange habe man überlegt, ob man einen Bewerber um den Chefsessel im Rathaus ins Rennen schicken solle, gaben der stellvertretende Orts- und Kreisvorsitzende Martin Bauer und Priller zu. Doch ein Blick auf die bisherigen vier Kandidaten habe mangels „Schnittstellen“ dazu geführt, dass die ödp nun einen eigenen Kandidaten aufstellen wird. Hätten Christian Magerl (Grüne) und/oder Tobias Eschenbacher (früher CSU, jetzt FSM) kandidiert, wäre diese Entscheidung wohl anders ausgefallen, gab man zu.

Bauer stellte zunächst Priller als Mann vor, der seit vielen Jahren ödp-Ortsvorsitzender und Stadtrat ist, der aber auch als Firmeninhaber und stellvertretender Kreishandwerksmeister „schon eine gewisse Vorbildung“ habe, wie Bauer betonte.

Priller selbst glaubt, dass er mit seinen Eignungen als Handwerksmeister, also auch als Personalchef und Buchhalter, der sich ja juristisch auskennen muss, durchaus in der Lage sei, Menschen zu führen und zu organisieren. Auch wenn das Wahlprogramm erst bei der offiziellen Nominierungsversammlung des ödp-Ortsverbandes fertig sein wird, gab Priller schon erste Einblicke in das, was er als OB anders machen würde als seine Mitbewerber. Ganz oben auf der Agenda stehe die Haushaltskonsolidierung. Im Klartext: „Sämtliche Wunschprojekte wird es mit mir nicht geben.“ Als da wären vor allem die Westtangente, außerdem das Eishallendach, das Hallenbad und - wenn es sein muss - teure Maßnahmen der Innenstadtkonzeption. „Erst wenn wir das Geld haben“, wenn man von den sechs Millionen Euro Zinsen pro Jahr heruntergekommen sei, könne man an solche Projekte denken.

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