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Schwerlastverkehr in Oberappersdorf 

Oberappersdorf: Lkw-Stellplätze sorgen für Stirnrunzeln

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Schon länger fühlen sich einige Anwohner der Oberen Dorfstraße in Oberappersdorf von den am Straßenrand parkenden Lkw eines Transportunternehmens gestört. Der Versuch des Firmenchefs, mit vier Stellplätzen auf dem Betriebsgelände das Problem zu lösen, stieß in der jüngsten Gemeinderatssitzung aber nicht nur auf Zustimmung.

Oberappersdorf – Drei Kiessattelzugfahrzeuge und ein Betonmischer sind der Grund für den Unmut der Anwohner. Verkehrsbehinderung und Lärm sind dabei vor allem die Argumente. Jetzt hat der Unternehmer einen Bauantrag eingereicht, um vier Stellplätze auf dem Firmengelände schaffen zu können. Die Einfahrt soll über die bereits bestehende Zufahrt zum Gelände über die Obere Dorfstraße erfolgen, die Abfahrt im Westen, nahe der Einmündung zur Kreisstraße. Der dort bereits bestehende Schotterweg würde dafür ausgebaut werden. Laut Betriebsbeschreibung ist mit höchstens einer An- und Abfahrt pro Lkw und Tag zu rechnen.

Zollings Bürgermeister Max Riegler sah darin eine gute Lösung, auch baurechtlich gebe es von Seiten des Landratsamts nach einer Vorprüfung keine Einwände, befinde sich doch das Unternehmen in einem Mischgebiet. Die gute Lösung konnten allerdings nicht alle Räte sehen: Wolfgang Hilz (UBZ), selbst aus Oberappersdorf, kennt das Problem und machte seinem Unmut Luft. Von Sachbeschädigung war da die Rede, die durch das jahrelange Parken am Bankett entstanden sei, und von einer Lärmbelästigung auch am Wochenende. „Als Unternehmer muss ich mir vorher Gedanken machen, wo ich meine Fahrzeuge parke, und man muss sich an die Regeln halten“, sagte Hilz. Die Erschließung der geplanten Stellplätze über die Dorfstraße hielt er für keine Lösung, da die Lkw so durch ein Wohngebiet mit Kinderspielplatz fahren müssten. „Das ist keine vernünftige Erschließung“, lautete sein Urteil. „Wenn wir das genehmigen, schaffen wir das Recht, dass dauerhaft Schwerlastverkehr über diese Straße laufen kann.“ Josef Felsl (UBZ) stimmte zu: „Die Zufahrt vorbei am Kinderspielplatz, das geht einfach nicht.“

Marina Westermeier (CSU) sah das eher pragmatisch und konterte: „Das Gewerbe gibt es doch schon, und die Lkw stehen auch schon seit Jahren da.“ Die Stellplätze nicht zu genehmigen, würde die Situation keinesfalls verbessern. Und Georg Völkl erinnerte bezüglich des Lärms daran, dass auch der Samstag ein gesetzlich geregelter Werktag sei.

Wie Josef Felsl machte sich auch Karl Toth (UBZ) Sorgen um den Dreck, der durch die Reinigung der Lkw in das Kanalsystem fließe. Er plädierte dafür, eine Regelung mit dem Unternehmer zu treffen. Aber auch wenn er die vorgeschlagene Lösung nicht für optimal hielt – „die aktuelle Situation ist noch schlechter“. Auch der Gemeindechef gab zu, dass die Zufahrt zum Gelände nicht optimal sei. Er merkte allerdings an, dass die Dorfstraße keine Privatstraße sei.

Insgesamt hielt er die vier Stellplätze für eine gute und schnelle Lösung des Problems. Hinsichtlich des Lärms und der Ausgleichsflächen werde das Landratsamt noch einmal genau prüfen. Mit zwei Gegenstimmen von Josef Felsl und Wolfgang Hilz stimmten die Räte dem Antrag des Unternehmers schließlich zu.

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