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Die Idylle lockte auch in diesem Jahr bereits am Samstag viele Gäste in den Biergarten zwischen den Hummler Bäumen.

Hummler feierten zwei Tage lang

Waldfest des SC Oberhummel wieder ein Highlight 

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Romantischer könnte der Platz kaum sein: Ein kleiner Hain an einem plätschernden Bach, Holztische im Schatten, durch die Bäume blickt man auf die Dorfkirche – der perfekter Ort für das alljährliche Waldfest des SC Oberhummel. Kein Wunder, dass es so beliebt ist in der Umgebung.

Oberhummel – Eigentlich ist der große Festtag am Sonntag. Aber mittlerweile hat sich die schöne Atmosphäre herumgesprochen, und so kommen auch schon samstags zahlreiche Besucher, um sich eine Brotzeit und ein kühles Bier im lauschigen Wäldchen schmecken zu lassen. So herrschte heuer am Samstagnachmittag reger Betrieb. Aber nicht alle konnten es sich gemütlich machen. Die Fußballer des SCO etwa mussten auf dem Spielfeld ihr Bestes geben. Zuerst die Jugend, dann die Trainer und schließlich die Erste Mannschaft in einem Vorbereitungsspiel gegen Berglern.

Und auch die Helfer hatten an diesem Wochenende reichlich zu tun. Da musste zum Beispiel ein Ochse gegrillt werden – in einer Nachtschicht, damit alles rechtzeitig fertig wird. Und dann gibt’s da noch immer die verschiedenen Standl für Essen und Getränke, die zum Waldfest extra in Betrieb genommen werden. „Jedes Jahr gibt es einen neuen“, sagt Stefan Buchner, Vorsitzender des SCO. Heuer hatte die Prosecco-Hütte Premiere. Die Buden werden extra gezimmert, die Planung erfolgt auf ganz eigene Art: „Ich male die Idee auf einen Bierdeckel und die Profis setzen es dann um“, sagt Buchner lachend.

Aber damit ist es noch lange nicht getan. Die Vorbereitungen für das Fest sind immens. Einmal im Jahr bekommt der Verein den lauschigen Platz zur Verfügung gestellt. Vier Wochen lang wird dann geputzt, der Boden ausgebessert, Hackschnitzel aufgeschüttet. Da braucht es teils auch schweres Gerät. „Das ganze Dorf hilft zusammen, egal ob Mitglied oder nicht“, schwärmt Buchner und betont, wie dankbar er dafür sei. Deshalb will er auch die gut 100 Kuchen nicht unerwähnt lassen, die Mamas und Omas extra für das Fest backen.

Während am Samstag lockerer Biergarten- und Barbetrieb war, ging es am Sonntag richtig rund. Das große Highlight war das Spielefest für die Kinder, die sich an verschiedenen Stationen in Dosenwerfen, Wassereimer-Laufen oder Torwandschießen ausprobieren konnten. Nicht zu vergessen die kulinarischen Glanzlichter wie Ochsen- und Lammbraten. Für die passende Atmosphäre sorgte die Band Isar-Amper-Blech.

Zünftig und gemütlich ist es auf dem Waldfest – aber für den SCO ist die Veranstaltung essenziell wichtig, sagt Buchner. Alle Extras für den Verein wie Umbauten, Trainingslager und Geräte sind nur möglich, wenn das Fest gut gelaufen ist. Es ist also eine wichtige Finanzspritze, um das Vereinsleben aktiv gestalten zu können. Und es birgt auch jedes Jahr ein großes Risiko. „Wir haben vorab sehr hohe Fixkosten“, sagt Buchner und nennt zum Beispiel den hohen Wareneinsatz. Wenn das Fest ins Wasser falle, sei das eine kleine Katastrophe. Aber dem war – trotz der heftigen Regenschauer am Vormittag – nicht so: Proppenvoll war die Mühlbachinsel zur Mittagszeit, und auch am späten Nachmittag war es schwer, ein schattiges Plätzchen zu finden. 

Claudia Bauer

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