Nach Debatte im Wissenschaftsausschuss

Oktogon am Domberg: Landtagsmitglieder kommen zur Besichtigung

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Das Oktogon am Freisinger Domberg schlägt weiter hohe Wellen. Nachdem Stadtheimatpfleger Norbert Zanker eine Petition im Bayerischen Landtag eingereicht hatte, hat nun der Wissenschaftsausschuss darüber beraten.

„Die haben sich lautstark gestritten“, erzählt Stadtheimatpfleger Norbert Zanker, nachdem er von der Sitzung des Wissenschaftsausschusses im Landtag zurück nach Freising gekommen war. Mit „die“ meint er Thomas Goppel (CSU) und Sepp Dürr (Grüne). Die beiden Landtagsmitglieder vertraten konträre Meinungen: Goppel, zudem Vorsitzender des Denkmalrats, drängte laut Zanker auf eine Entscheidung, Dürr wollte zunächst noch einen Ortstermin in Freising abwarten. Während der Grüne sich für einen Erhalt des Oktogons aussprach, ließ sich der CSU-Mann nicht in die Karten schauen.

Am Ende hatte Dürr, einen ersten Erfolg für sich zu verbuchen: Am Montag, 16. Oktober, findet ein Ortstermin statt, an dem sowohl er als auch Goppel teilnehmen. Um 11 Uhr treffen sich die beiden Landtagsmitglieder auf dem Domberg, um sich dem Oktogon zu widmen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden dann in eine erneute Debatte im Wissenschaftsausschuss des Landtags am Mittwoch, 18. Oktober, einfließen. Danach wird abgestimmt – und eine Empfehlung an den Freisinger Stadtrat gegeben.

Der trifft sich am Donnerstag, 26. Oktober, zur Sitzung. Dort wird das Thema „Oktogon“ behandelt, nachdem zehn Stadträte aus fünf Fraktionen den im September im Bauausschuss gefassten Beschluss zum Abriss (10:4 Stimmen) reklamiert hatten. Theoretisch können die Freisinger Volksvertreter nun im Stadtrat auch entgegen der Empfehlung des Wissenschaftsausschusses entscheiden – Stichwort kommunale Planungshoheit. Die Aussage aus München hat allerdings Signalkraft.

Norbert Zanker bewertet das Ergebnis der gestrigen Ausschusssitzung positiv: „Wenigstens befasst man sich noch einmal ausführlich mit dem Oktogon.“ Ein Lob hat der Stadtheimatpfleger für MdL Benno Zierer (FW) übrig: „Er hat sich sehr für unser Anliegen eingesetzt.“

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