Opfer belohnt brutalen Schläger mit Verlobung

Au/Hallertau - Brutal hat ein 38-jähriger arbeitsloser Straßenbauer aus Au seine Lebensgefährtin misshandelt. Die trägt ihm nichts nach. Im Gegenteil: Sie ist mit ihrem Peiniger nun verlobt.

Ob das Verlöbnis womöglich mit dem bevorstehenden Prozess zu tun hatte, davon wollte die ebenfalls arbeitslose Frau nichts wissen. Verlobten steht vor Gericht ein Aussageverweigerungsrecht zu.

Das erste Mal hatte der Angeklagte die Frau im Sommer 2008 verprügelt. Sie hatte ihn in der Bäckerei besucht, in der er damals jobbte. Er wollte sie loswerden. Die Anklage dokumentierte kräftige Schläge mit Fäusten und offener Hand. Im November vergaß sich der 38-Jährige richtig. In der seinerzeit noch gemeinsamen Wohnung drosch der Angeklagte offenbar hemmungslos auf die 31-Jährige ein, weil sie keinen Sex wollte. Der Angeklagte zerschlug einen Tisch mit Glasplatte und drückte ihr Gesicht mit aller Kraft in die am Boden verteilten Scherben. Unter einem Trommelfeuer an Faustschlägen gelang es ihr, auf die Straße zu flüchten.

Nur 15 Tage nach der brutalen Attacke sollen die beiden Hand in Hand auf der Wache erschienen sein, um eine Strafverfolgung zu unterbinden. Die Staatsanwaltschaft ermittelte weiter.

Vor Gericht beantwortete der 38-Jährige Fragen des Gerichts eloquent. Jawohl, an eine gemeinsame Zukunft sei gedacht. „Man will das halt kundtun, macht so seine Pläne.“ Die Frau jubilierte gar überschwänglich, mit dem Angeklagten vereint zu sein: „Ich bin glücklich, ich bin so glücklich. Oh, das ist schön, total schön.“ Das Gericht sprach den Angeklagten daraufhin notgedrungen frei.

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