Die Ortsverschönerer haben immer Zeit

Goldach - Ein „ganz normales Jahr“ liegt hinter dem Arbeitskreis Ortsverschönerung Goldach. Für Maria Sedlmeier, Chefin und „Kümmererin“ der Truppe mit dem grünen Daumen, hieß das: Mehr als 1000 Stunden im Dienst der Allgemeinheit.

Beim Jahrestreffen zog die Vorsitzende eine mehr als erfreuliche Bilanz. „Egal, wann ich anrufe. Die Leute haben Zeit.“ Dass Maria Sedlmeier und ihr Mann Hermann sich auf ein starkes Team verlassen können, zählte zu den erfreulichsten Feststellungen des Abends im Goldacher Pfarrsaal. Jeder packt mit an, wenn es heißt Pflanzen zu setzen oder zu pflegen, das Gotteshaus zu Erntedank oder anderen Anlässen zu schmücken oder Palm- und Kräuterbuschen zu binden. Pflanzaktionen, Pflegearbeiten, Gemeinschaftsinn und gelebte Ökumene - die evangelische Kirchengemeinde profitiert ebenso von der Arbeit der Ortsverschönerer - ist es, was sie für die Kommune so wertvoll macht.

Die Gemeinde honoriert das Engagement mit einem jährlichen Zuschuss für die offiziell etwa 180 Einsatzstunden. Im Hintergrund wird freilich deutlich mehr gewerkelt, wie Schriftführerin Monika Giezek aufzeigte. Auf 1000 bis 2000 Stunden bezifferte sie den Zeitaufwand.

Die 40-Jahr-Feier des Arbeitskreises mit einer stimmungsvollen Hubertusmesse zählte zu den Höhepunkten des zurückliegenden Vereinsjahres. Ebenso wie die gemeinsamen Ausflüge nach Bayreuth oder ins Zillertal, wo die Österreicher - eine amüsante Randbemerkung - sie kurzerhand in „Holzverschönerungsverein“ umtauften. Heidi Wolf konnte einen ausgeglichenen Kassenbericht vorlegen, Bärbel Stallmeister ihr eine einwandfreie Buchführung attestieren.

Im kommenden Jahr freut man sich schon auf die Rückkehr ins Vereinslokal „Alter Wirt“. Der neue Pächter steht, wie die Ehrenamtlichen wussten, bereits in den Startlöchern.

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