Paradiesische Zustände zum 50. CSU-Geburtstag

Hallbergmoos - Mit einem Festakt hat der Hallbergmooser CSU-Ortsverband sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durften die Christsozialen in der Parkwirtschaft als Ehrengast und Festrednerin Bayerns Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner begrüßen. Und die wähnte sich nahezu im Paradies.

Wenn Bayern die Vorstufe zum Paradies ist, dann ist Hallbergmoos das Paradies“, ließ die Ministerin am Festabend verlauten. Stichwortgeber für dieses Statement war JU-Chef Damian Edfelder, der gemeinsam mit Tanja Knieler den Abend moderierte. In seiner launigen Ankündigung der Festrede hatte er bereits für Lacher gesorgt, als das „paradiesische“ Zitat von Ministerpräsident Horst Seehofers aufgriff - und von der „Euphorie“ berichtete, mit der die Staatsministerin der Einladung nach Hallbergmoos gefolgt sei.

Ilse Aigner nahm den Faden auf, gab sich schlagfertig und zollte dem CSU-Ortsverband Anerkennung. Die Vielfalt, die sie zu den Säulen der CSU zählt, werde in Hallbergmoos - einer Kommune, in der Menschen aus 85 Nationen ihr Zuhause haben - gelebt. Dem „sehr starken CSU-Ortsverband“ zollte sie zugleich Respekt: Ein große Lebensleistung sei damit verbunden - von Menschen, die sich früh aufgemacht, sich engagiert und Verantwortung übernommen haben. Parallelen zwischen CSU-Orts-, Bezirks und Landesverband zeigte die Staatsministerin in ihrer Laudatio auf: Vom „armen Agrarstaat“ habe Bayern seine Entwicklungschancen genutzt und sich mit Fleiß, Wissen und Knowhow zur Topadresse für Wirtschaftsunternehmen entwickelt.

Landrat Josef Hauner konnte da nur beipflichten: Vom typischen Straßendorf bäuerlicher Prägung habe sich Hallbergmoos zur „Perle“ unter den 24 Landkreiskommunen entwickelt: Steuerkräftig, Wirtschafts- und Einwohner-stark und mit einer guten Infrastruktur, die zuvor unter den Bürgermeistern Manfred Pointner und Klaus Stallmeister (beide FW) - und nun unter Harald Reents (CSU) im besten Benehmen mit dem Kreis weiter entwickelt werde. Als aktuelle Beispiele nannte der Landrat die Buslinie nach Erding, die Nordtangente und die Flüchtlingsunterbringung, für die Ministerin Kommunen und Kreise großes Lob aussprach.

Zugleich unterstrich sie die Linie der bayerischen Staatsregierung in punkto Sicherheit, Limitierung der Aufnahme von Flüchtlingen und Integration: Es sei noch eine weite Strecke zur dauerhaften Integration, der Fachkräftemangel werde, so ihre Haltung, nicht durch Flüchtlinge gelöst. Es gelte, die Bevölkerung nicht zu überlasten und Parallelgesellschaften zu verhindern. Den starken Wirtschaftstandort Bayern mit aktuell 3,3 Prozent Wachstum und niedrigen 3,5 Prozent Arbeitslosigkeit für die Zukunft gut aufzustellen, sei das Gebot der Stunde. Und da gelte es, die Digitalisierung voranzutreiben: „Es gibt hier eine unheimliche Gründerdynamik. Die will ich in Bayern haben.“

Und letztlich sei auch die Stärkung des Mittelstands - Stichwort Erbschaftsteuer - ein wichtige Säule der Gesellschaft. Familienunternehmen seien es letztlich, die laut Ilse Aigner maßgeblich das Leben in den Kommunen mitgestalten und bereichern - sei es als Verantwortliche oder Förderer des Ehrenamts.

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