Ortstermin im Dichterviertel: Gemeinderäte und Anwohner verschafften sich einen Überblick. Ebenfalls im Bild: einer der beiden Feldbrocken (r.), die entfernt werden sollen. Foto: Wilms

Parkplatznot im Dichterviertel

Eching - In Deutschland gibt es immer mehr Autos - und die rollen nicht nur von A nach B, sondern müssen auch irgendwo geparkt werden. Ein Problem in vielen „gewachsenen“ Siedlungen aus den 60er, 70er und 80er Jahren, die nur auf ein Auto pro Familie oder Wohneinheit ausgelegt sind.

Nicht anders ist es im Dichterviertel am Büchnerweg. Dort hatte sich eine Anwohnerfamilie über die Parkplatzsituation beschwert, die sich im Laufe der Jahre immer mehr „verdichtet“ hatte. Um sich ein Bild von der Lage zu machen, fand dort vor der jüngsten Bauausschuss-Sitzung eine Ortsbegehung statt. Bürgermeister Josef Riemensberger, begleitet von Bauamtsleiter Thomas Biemesmeier und zahlreichen Gemeinderäten, sowie einige Anwohner machten sich ein Bild der Lage.

Als wesentlicher Knackpunkt für eine konstruktive Lösung erweist sich, dass viele Garagenbesitzer selbige nicht zur Unterbringung ihres Pkw nutzen, sondern als Abstellkammer. Eine Durchsetzung des Baurechts, sprich die Nutzung als Autogarage, wird von Seiten des Landratsamts gesetzlich nicht verfolgt, da, so die Auskunft, eine laufende Überwachung schwierig bis unmöglich ist.

In der anschließenden Sitzung wurden mögliche Situationsverbesserungen diskutiert. Anette Martin (SPD) kam zu der Feststellung, dass es keinen zufriedenstellenden Lösungsansatz gibt. Leon Eckert (Grüne) schlug vor, es mit Parkausweisen zu probieren. Dieser Idee vermochte auch Sylvia Jung (BfE) nahezutreten, allerdings mit der Einschränkung, für Garagenbesitzer keinen Ausweis zu gestatten. Georg Bartl (CSU) schlug vor, eventuell Schrägparkplätze gegenüber den Garagenzeilen unterzubringen, was aber auf Grund der geringen Straßenbreite ebenfalls schwer zu realisieren sein dürfte. Riemensberger schlug vor, zwei großen Felsbrocken am Straßenrand zu entfernen, um die aktuelle Situation etwas zu entspannen. Sein Beschlussvorschlag wurde mit einer Gegenstimme (Leon Eckert) genehmigt.

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