Das Jahr 2017

Geld und Jubiläen – beides hat man genug

„Das können wir uns leisten. Das Geld haben wir.“ Auch große (und teure) Projekte können Paunzhausens Bürgermeister Johann Daniel nicht schrecken. Zudem gibt es 2017 auch „schwer was zu feiern“.

Paunzhausen – Er ist gerade dabei, sein Büro aufzuräumen. Messie, so betont Johann Daniel, sei er freilich keiner. Es falle ihm nur schwer, Unterlagen und Notizen wegzuschmeißen. Denn: Man wisse ja nie. Aus dem Jahr 2017 wird der Paunzhausener Rathauschef, der nicht hauptamtlich ist und auch ehrenamtlich bleiben will, viele Unterlagen aufheben müssen. Denn vor allem drei Großprojekte sind es, die das laufende Jahr in der Gemeindearbeit 2017 prägen werden.

Da ist zum einen das Baugebiet Frauenholz: Seit rund 15 Jahren versucht man, dieses Areal in Wohnland umzuwandeln. Heuer wird es soweit sein. Nach dem Schmutz- und Regenwasserkanal im vergangenen Jahr wird in diesem Jahr für 540 000 Euro die Erschließung der 23 Baugrundstücke abgeschlossen, kündigt Daniel an: Wasser- und Gasleitungen werden verlegt, Glasfaser und Strom kommen auch. Bevor man in die Vermarktung gehen könne, brauche man aber noch zwei wichtige Grundlagen: die Daten des Vermessungsamtes („Wir warten täglich darauf“) und die Ergebnisse eines Gutachtens, das die Grundstückswerte ermitteln wird. Außerdem arbeitet man – analog zur Gemeinde Allershausen – an den neuen Richtlinien zum Kauf und Verkauf von Grundstücken. Jetzt muss man aber erst einmal investieren und Geld ausgeben – Geld, das man im Gemeindesäckel hat.

Kanalsanierung wird angepackt

Zum anderen wird die Gemeinde knapp 150 000 Euro ausgeben, um weitere wichtige Teile des Gemeindegebiets mit schnellem Internet auszustatten. Am 6. Dezember 2016 hat man von der Regierung den Förderbescheid erhalten. Der sichert der Gemeinde zu, dass der Freistaat von der Deckungslücke in Höhe von 714 000 Euro, die die Telekom berechnet hat, gut 565 000 Euro übernehmen wird. Den Rest muss und wird die Gemeinde selbst drauflegen – auch etwas, das man sich durchaus leisten kann, wie Daniel betont.

Zum dritten packt man in Paunzhausen heuer die ersten Maßnahmen im Rahmen der Kanalsanierung an: Insgesamt wird man in drei Abschnitten über zwei Millionen Euro in den Untergrund vergraben. In diesem Jahr werden es 240 000 Euro sein: Dafür wird vor allem der Kanal in der Parkstraße und an der Ecke Johannecker Straße/Johannisweg saniert. Für Erleichterung bei Daniel und seinem Gemeinderat hat in diesem Zusammenhang die Erkenntnis gesorgt, dass der Stauraum bei Walterskirchen ausreicht. Eine Erweiterung der Kapazitäten dort hätte wohl 356 000 Euro gekostet, sagte Daniel. Ein großer Brocken. Aber lediglich 240 000 Euro in 2017 – „das Geld haben wir“.

Gründe zum Feiern

Man ahnt es: Wenn wohl im März der Etat der Gemeinde Paunzhausen im Gemeinderat beschlossen wird, dann werden da keine neuen Kreditaufnahmen zu finden sein und wird sich der Schuldenstand der Null annähern. Das ist ein Grund zum Feiern.

Feiern werden auch die Freiwillige Feuerwehr Paunzhausen und der Ortsteil Walterskirchen: Die Feuerwehr wird 125 Jahre jung und begeht vom 26. bis 28. Mai in der Turnhalle ihr rauschendes Gründungsfest. Ein kleines bisschen älter – nämlich 1200 Jahre – wird die Ortschaft Walterskirchen. Auch da wird drei Tage im Juli gefeiert, wie das Ortsschild schon jetzt ankündigt.

Keine richtige Feier, aber doch Freude dürfte in Schernbuch herrschen. Grund: Die Lärmschutzwand an der A 9 wurde im Zuge der Standstreifenfreigabe neu errichtet – und zwar (aus unerfindlichen, aber erfreulichen Gründen) um einen Meter höher als bisher. Nach Aussage der Schernbucher und eines Gemeinderats aus dem Ortsteil habe das geholfen.

Feiern wird wohl auch der Burschenverein Paunzhausen. Denn der will und wird heuer auf dem gemeindlichen Grundstück neben dem Wertstoffhof eine Art Vereinsheim in Eigenregie errichten, weiß der Bürgermeister.

Und noch ein Grund zur Freude: Animositäten im Gemeinderat gebe es seit Längerem nicht. „Der Stunk hat sich gelegt“, beschreibt das Daniel durchaus erleichtert. Denn eine konstruktive Zusammenarbeit sei doch viel besser für die Gemeinde.

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