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Zwei Objekte, zwei Projekte: Bürgermeister Johann Daniel zeigt ein Glasfaserkabel und einen Teil eines Inliner-Systems, mit dem die Kanalisation fit gemacht wird.  

Im Gespräch mit Bürgermeister Johann Daniel

Ausblick auf 2018: In Paunzhausen passiert heuer vieles im Untergrund

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Das meiste von dem, was in diesem Jahr in Paunzhausen ablaufen wird, geschieht im Untergrund. Da sind beispielsweise die nächsten Abschnitte der Kanalisation. Und da ist der Breitbandausbau. 

Paunzhausen Schon 2017 hat die Gemeinde mehr als eine halbe Million Euro in die Erneuerung und Sanierung des Kanalnetzes investiert. Und 2018 geht es, so blickt Bürgermeister Johann Daniel voraus, in noch größerem Stil weiter: 1,15 Millionen Euro werden es heuer sein, die man für die nächsten Maßnahmen ausgeben wird.

Dazu gehören der Schwaiblweg, der Hafnerweg, die Wehrbacher Straße, der Johannisweg und Angerhöfe, aber auch noch viele andere Abschnitte. Allein 220 000 Euro wird man für die Erneuerung von Anschlussleitungen locker machen müssen: Von 181 solchen Anschlussleitungen sind nur 69 schadensfrei. „Eine Menge Geld“ sei das, betont Daniel, der aber auch eine gute Nachricht mit im Gepäck hat: Da die Sanierungen mit Inlinern bewerkstelligt werden können, werden keine großen Bagger anrücken und werden keine Straßen gesperrt werden müssen.

Breitbandausbau: Es zieht sich

Das andere Projekt, bei dem in den Untergrund abgetaucht wird, ist die Breitbanderschließung des Gemeindegebiets. Derzeit wird an der Verlegung der Leitungen für Angerhöfe und nach Letten gearbeitet. Doch dieses Thema bereitet Daniel (und den Bürgern) auch Sorgen: Eigentlich wollte die Telekom mit der DSL-Versorgung für die Ortsteile am 18. August 2017 fertig sein. Dann wurde auf Nachfrage der Gemeinde Weihnachten als Fertigstellungstermin genannt, so erinnert sich Daniel. Und jetzt habe man Januar. Laut Telekom sei „eine Fertigstellung nicht absehbar“. Das werde bestimmt Mai oder Juni, ärgert sich der Paunzhausener Bürgermeister über die Telekom.

Und sonst so? Zwei kleinere Baugebiete – jeweils zwischen sechs und acht Häusern – werde man heuer ausweisen, kündigt Daniel an. Eines davon wird in Schernbuch entstehen, das andere am westlichen Ortsrand von Paunzhausen. Schließlich müsse auch Paunzhausen etwas gegen die Wohnungsnot und den Siedlungsdruck unternehmen.

Freuen kann sich der Bauhof. Für den wird ein neuer, großer Schlepper angeschafft werden, wie Daniel berichtet. Kostenpunkt: 100 000 Euro. Sorgen bereiten solche großen Investitionen der kleinen Gemeinde im Nordwesten des Landkreises nicht. Denn finanziell stehe man – auch 2018 – gut da. Im Klartext: keine Schulden, keine neuen Kredite. Ein Projekt und Vorhaben, das laut Daniel wohl mittelfristig angelegt werden müsse, ist eines, bei dem es schon wieder in den Untergrund geht: Der Bürgermeister plant und bemüht sich um eine Gasversorgung auch für die Ortsteile Schernbuch und Johanneck. Ob und wie das zu realisieren ist, das wollte die ESB Südbayern untersuchen. Auf Ergebnisse dieser Analyse wartet man im Paunzhausener Rathaus noch.

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