Im Solarfeld steht Andreas Henze von der Bürgerenergiegenossenschaft.
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Im Solarfeld: Andreas Henze von der Bürgerenergiegenossenschaft (2. v. l.) zeigte SPD-Bundestagskandidat Andreas Mehltretter (3. v. l.) und Interessierten die Anlage.

Appelle und Anreize

SPD-Kandidat Mehltretter zu Besuch im Solarpark Paunzhausen

  • VonNico Bauer
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Auf Stippvisite im Solarpark bei Johanneck (Gemeinde Paunzhausen) war jüngst SPD-Bundestagskandidat Andreas Mehltretter. Er bekam Hausaufgaben mit auf den Weg.

Johanneck – Wenn man von der kleinen Ortschaft Johanneck in der Gemeinde Paunzhausen unter der Autobahn A 9 durchfährt, steht man in einer freien Landschaft, die wohl so sehr wie kein anderer Ort im Landkreis Freising für die Zukunft steht. Zu sehen ist ein 5G-Mobilfunkmast, ein Windrad und ein Solarfeld. Der Mast steht für einen guten Handyempfang und die anderen beiden Anlagen der Bürgerenergie-Genossenschaft Freising zeigen, wie die Energiewende gelingen kann. Dort zeigte Gastgeber Andreas Henze, Vorstandsmitglied der Bürgerenergiegenossenschaft, dem SPD-Bundestagskandidaten Andreas Mehltretter, was im Landkreis passieren müsse, um die hohen Ziele der Energiewende erreichen zu können. Henze führte Mehltretter und eine kleine Abordnung der Freisinger SPD durch die Anlage, die nicht zufällig neben dem Mobilfunkmast steht. Wegen dieser Anlage für einen guten Handyempfang auf der Autobahn sind die Energieleitungen vorhanden, mit dem der Strom aus dem Solarfeld in das Netz eingespeist werden kann. Die 1,75 kW-Anlage, die soviel Strom wie 175 Hausdächer erzeugt, zeigte Henze ebenso wie das Windrad, das neben der Anlage aus Kammerberg eines von derzeit zwei Windrädern im Landkreis ist.

Die Hausaufgaben

Der Energieexperte nutzte den Termin, um dem SPD-Kreisvorsitzenden mit auf den Weg zu geben, wie viel Zuwachs notwendig sei, um bis 2035 die Energiewende im Landkreis gelingen zu lassen. Nur Windkraft und Solarenergie hätten Potenzial, während bei Biomasse und Wasserkraft die Möglichkeiten schon weit ausgeschöpft seien. „Das Tempo der Energiewende muss verzehnfacht werden“, sagte Henze. In Sachen Solarenergie brauche es etwa die vierfachen Flächen von 2019 und zu den aktuell zwei Windrädern müssten weitere 34 Windrädern dazukommen, rechnete Henze vor. Andreas Mehltretter gab der BEG-Vorstand kritisch mit auf den Weg, dass in der Vergangenheit neben der Union auch die SPD die Umsetzung der Energiewende gebremst hätten.

Der Bund bestimmt den Weg

Mehltretter hofft mit der Bundestagswahl „auf eine Koalition, mit der dieser Weg umsetzbar ist. Mit Blick auf 36 benötigte Windräder im Landkreis Freising sagte er, „dass wir die Ziele sicher nicht schaffen werden, wenn wir wie bisher weitermachen“. In puncto Windräder müsste der Bund den Weg bestimmen und nicht die Verfahren den Kommunen überlassen. Zu den benötigten Windrädern setzt Mehltreter auf die finanzielle Beteiligung von Bürgern. Diese könnten die Anlagen vielleicht besser akzeptieren, „wenn man an jeder Umdrehung etwas mitverdient“.

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