Offene „Türen“ im Bürgersolarpark: Die Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land erläuterte allen Interessierten Eckdaten zur Anlage und zur Energiewende.
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Offene „Türen“ im Bürgersolarpark: Die Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land erläuterte allen Interessierten Eckdaten zur Anlage und zur Energiewende.

BEG öffnet für alle Interessierten den Solarpark in Paunzhausen

Der Bürgersolarpark Paunzhausen und das Recht, die Sonne frei zu nutzen

Die Sonne als Energiequelle für alle nutzt die Bürger Energie Genossenschaft in ihrem Bürgersolarpark. Der öffnete jetzt für alle Interessierten.

Paunzhausen - Der Landkreis soll klimaneutral werden. Bei diesem Vorhaben gibt es einen starken Verbündeten, einen Vorreiter, einen „Antreiber“: die Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land. Eines der größten BEG-Projekte der vergangenen Jahre ist und war der Bürger-Solarpark in Paunzhausen. Nachdem die Module nun seit rund neun Monaten in Betrieb sind, gab es am vergangenen Sonntag einen Tag der offenen Tür für Interessierte.
Die BEG arbeitet mit aller Kraft daran, den Landkreis Freising auf dem Weg hin zur Klimaneutralität nach Kräften zu unterstützen. Ihre größte „Waffe“ gegen den CO2-Ausstoß sind hierbei freilich die erneuerbaren Energien, ganz besonders Photovoltaikanlagen. „Sonne ist die Energiequelle für uns alle“ und „Jeder hat das Recht, die Sonne frei zu nutzen“ – an diesen beiden Leitsätzen orientieren sich die Klimaexperten der BEG. Die viertgrößte Photovoltaik-Freiflächenanlage im Landkreis Freising hat die Energiegenossenschaft über einen langen Zeitraum in Paunzhausen geplant, bis der Bürgersolarpark vor einem Dreivierteljahr endlich starten konnte.

Der Solarpark produziert den Strom, den 1450 Menschen durchschnittlich verbrauchen – und spart somit jährlich 678 Tonnen CO2 ein. Der Großteil der Investition wurde durch Bürgerbeteiligung in Form von Nachrangdarlehen gestemmt. Insgesamt haben sich 92 Mitglieder mit insgesamt 460 000 Euro an der Finanzierung beteiligt und verbinden damit Ökologie und Ökonomie. Gleichzeitig unterstreichen sie laut der BEG ihre „große Bereitschaft zum Handeln, um die Energiewende zügig voranzubringen“. Mit der Sonnenenergie-Freiflächenanlage vereint die BEG Energieerzeugung, Ökologie und landwirtschaftliche Nutzung für den Raum Freising. „Die bislang intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen wurden sowohl im Innenbereich, als auch auf den Ausgleichsflächen um den Park ökologisch aufgewertet“, so BEG-Vorsitzender Andreas Henze. Eine Begehung hätten die Akteure sich bereits viel früher gewünscht. Da der Startschuss der alternativen Energiegewinnungsanlage jedoch mitten in der Corona-Pandemie gefallen ist, war ein Tag der offenen Tür erst zum jetzigen Zeitpunkt möglich. „Die Leute sollen aber natürlich sehen, woher ihr Strom kommt und in was hier investiert wurde“, erklärten Andreas Henze und Werner Hillebrand-Hansen.

Die Investoren aus Paunzhausen und dem Umland betreiben ihre Elektrogeräte also seit letztem Herbst zum Teil mit Strom aus der eigenen Anlage: „Ein Teil des Parks mit 110 kWp liefert den Solarstrom direkt an die Verbraucher des Bürger-Stroms der BEG. Damit enthält unser Bürger-Strom seit neun Monaten rund zehn Prozent Solarstrom aus Paunzhausen, rund zehn Prozent Windstrom aus Kammerberg und 80 Prozent Wasserkraftstrom aus Bayern.“

Eine erfreuliche Nachricht für Interessenten, die in erneuerbare Energien investieren wollen: Der Bürgersolarpark soll noch lange nicht das letzte Projekt der BEG sein. „Wenn wir unser Ziel erreichen und den Landkreis klimaneutral bekommen wollen, dann ist noch viel zu tun“, betont Henze immer wieder. Gemeinsam mit ihren 882 Mitgliedern sind er und sein Kollege Hillebrand-Hansen stets auf der Suche nach neuen Flächen, vorzugsweise in der Nähe von Autobahnen oder auf großen Dächern, wo sie weitere Projekte planen und verwirklichen können. Sollte ein weiterer Solarpark entstehen, werden auch dann wieder Bürger die Möglichkeit bekommen, sich frühzeitig daran zu beteiligen.

Pascale Fuchs

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