Begeistert vom Ergebnis waren (v. l.) Josef Heigenhauser (Bürgermeister Schweitenkirchen), Uwe Gerlsbeck (Bürgermeister Kirchdorf), Thomas Popp (Geschäftsleiter Wasserzweckverband Paunzhausen), Christoph Vogler (Verbandsrat Schweitenkirchen), Bernhard Schweiger (Verbandsrat Wolfersdorf), Johann Sailer (Bürgermeister Au/Hallertau), Albert Vogler (Verbandsvorsitzender), Albert Steinberger (Verbandsrat Kirchdorf), Johann Daniel (Bürgermeister Paunzhausen), Martin Pallauf (Wassermeister Wasserzweckverband Paunzhausen), Bernd Hoisl (Verbandsrat Zolling) und Josef Stowasser (Verbandsrat Hettenshausen).
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Begeistert vom Ergebnis waren (v. l.) Josef Heigenhauser (Bürgermeister Schweitenkirchen), Uwe Gerlsbeck (Bürgermeister Kirchdorf), Thomas Popp (Geschäftsleiter Wasserzweckverband Paunzhausen), Christoph Vogler (Verbandsrat Schweitenkirchen), Bernhard Schweiger (Verbandsrat Wolfersdorf), Johann Sailer (Bürgermeister Au/Hallertau), Albert Vogler (Verbandsvorsitzender), Albert Steinberger (Verbandsrat Kirchdorf), Johann Daniel (Bürgermeister Paunzhausen), Martin Pallauf (Wassermeister Wasserzweckverband Paunzhausen), Bernd Hoisl (Verbandsrat Zolling) und Josef Stowasser (Verbandsrat Hettenshausen).

„Unerlässliche Maßnahme“ des Wasserzweckverbands

Endlich: Paunzhausens neuer Brunnen ist fertig

Er ist fertig, der neue Brunnen des Wasserzweckverbands Paunzhausen. 1,1 Millionen hat das Projekt verschlungen. Und das nächste steht schon in den Startlöchern.

Paunzhausen - Was lange währt, wird endlich gut. Zurückblickend kann der Wasserzweckverband Paunzhausen doch ein sehr positives Resümee zum Rück- und Neubau von Brunnen II in Paunzhausen ziehen. Vor Kurzem machte sich der Werkausschuss nun selbst ein Bild von der neuen Brunnenanlage. Der Verbandsvorsitzende Albert Vogler und Wassermeister Martin Pallauf schilderten den Bauablauf und beantworteten Fragen.  Der Weg bis zur Inbetriebnahme Anfang Juni 2021 war buchstäblich sehr hart und dauerte fast zwei Jahre.

WZV Paunzhausen betreibt insgesamt drei Tiefbrunnen

Insgesamt betreibt der Wasserzweckverband Paunzhausen drei Tiefbrunnen (115 Meter, 135 Meter und 192 Meter Tiefe), aus denen das Grundwasser für sein Versorgungsgebiet gefördert und nach der Aufbereitung im Wasserwerk Paunzhausen in bester Trinkwasserqualität an seine Haushalte verteilt wird.

„Für die Förderung von Grundwasser ist grundsätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich“, wie Thomas Popp, der Geschäftsleiter des Zweckverbands Wasserversorgungsgruppe Paunzhausen-Schweitenkirchen-Kirchdorf, erkärt. Im letzten Genehmigungsverfahren sei festgestellt worden, dass die Bauweise von zwei der drei Brunnen in Paunzhausen den heutigen Anforderungen zum Grundwasserschutz nicht mehr genüge, sodass zwei Brunnen zurückgebaut und durch neue ersetzt werden müssen.

„Ursache ist, dass das tiefe Tertiärgrundwasser normalerweise durch die natürlichen Bodenschichten gut geschützt ist, doch über den mit Filterkies gefüllten Ringraum (Raum zwischen Brunnenrohr und Gebirge) könnte bei den alten Brunnen oberflächennahes Wasser ungefiltert in darunter liegende Grundwasserschichten gelangen, ein sogenannter hydraulischer Kurzschluss“, so Popp weiter. Bei einem Neubau werde dies unter anderem durch ein sogenanntes Sperrrohr verhindert – bei den alten Brunnen I und II sei ein solches Sperrrohr nach den heutigen Anforderungen nicht in ausreichender Tiefe verbaut worden.

Verzögerungen beim Bohren

Nach langen Vorplanungen hat man im September 2019 den alten Brunnen außer Betrieb genommen. Tatsächlicher Baubeginn für den Rückbau des Brunnens war wegen des Verzugs der Baufirma jedoch erst Mitte Januar 2020. Der Rückbau wurde Ende Mai 2020 fertiggestellt. Kurz darauf begannen die Bohrungen für den neuen Brunnen. Wegen sehr harter Bodenschichten mussten aber weitere Verzögerungen hingenommen werden.

Im November 2020 konnten die Bohrarbeiten schließlich beendet sowie der Einbau der Brunnenrohre durchgeführt werden. Noch vor Weihnachten wurde das Brunnengebäude aufgestellt. „Bis der neue Brunnen schließlich in Betrieb gehen konnte, vergingen weitere fünf Monate mit dem Fertigstellen des Brunnengebäudes, Tiefbauarbeiten, Anlegen der Außenanlagen, Einbau der Brunnenpumpe, Elektroinstallationen, Desinfektion und Klarspülen“, blickt Thomas Popp auf die Arbeiten zurück.

Hervorragende Wasserqualität

Sehr erfreulich sind beim neuen Brunnen die hervorragende Wasserqualität, der geringe Energiebedarf sowie die hohe Leistungsfähigkeit von etwa 105 Kubikmeter pro Stunde bei einer Absenkung des Grundwasserspiegels von lediglich sechs Metern beim Pumpbetrieb.

Insgesamt investierte der Wasserzweckverband Paunzhausen in diese Maßnahme rund 1,1 Millionen Euro. Eine ähnliche Investition wird demnächst auch für die Erneuerung von Brunnen I getätigt werden müssen – laut WZV-Geschäftsleiter Thomas Popp „unerlässliche Maßnahmen für den Erhalt unserer Versorgungssicherheit und den Schutz unseres hervorragenden Grundwassers“.  ft

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