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Ausgezeichnete Spender: Georg Schaller (vorne l.), Hubert Meister (vorne r.), Erich Haderstorfer (hinten 2. v. r.) und Hubert Heckmaier (hinten r.) aus dem Kreis Freising wurden von (hinten v. l.) Blutspendedienst-Geschäftsführer Georg Götz, Albert Söhl (BRK-Kreisgeschäftsführer Freising) sowie den Botschaft ern Gela Allmann und Felix Brunner (vorne Mitte) für ihren Einsatz geehrt. 

Ehrung für Engagement

Eifriger Spender: Paunzhausener erklärt, warum er schon 100 Mal Blut spenden war

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100 Mal Blut geben, 100 Mal Leben retten: Dafür wurde Georg Schaller aus Paunzhausen vom Blutspendedienst ausgezeichnet. Er ist der fleißigste Spender aus dem Kreis Freising.

Paunzhausen – An seine erste Blutspende kann sich Georg Schaller noch gut erinnern. „Das war 1973, in meiner Bundeswehrzeit“, erzählt der Paunzhausener, der zu dieser Zeit in Freising stationiert war. „Einmal kam der Spieß und meinte, dass Freiwillige gesucht würden, weil im Krankenhaus Blut gefehlt hat. Da bin ich freiweg hingegangen.“ Seitdem hat der 66-Jährige noch 99 weitere Male gespendet. Für sein Engagement wurde er nun geehrt.

„Es ist mir gar nicht so oft vorgekommen“

Schaller ist einer von 428 Oberbayern, die fleißig zum Blutspenden gehen und dafür kürzlich in der Stadthalle in Germering geehrt wurden. Aus dem Landkreis wurden zudem Hubert Heckmaier aus Au, Hubert Meister aus Neufahrn und Erich Hadersdorfer aus Moosburg ausgezeichnet. Die drei Männer haben jeweils 75 Mal Blut gespendet. Mit 100 Spenden ist Schaller der Spitzenreiter. „Als das Schreiben kam, war ich selbst überrascht. Dass es schon so viele waren, hatte ich gar nicht auf dem Schirm“, sagt er. „Es ist mir gar nicht so oft vorgekommen.“ Die Auszeichnung samt Urkunde und Medaille hätte es gar nicht gebraucht. „Aber ich freue mich natürlich sehr, dass es honoriert wird.“

Nach seiner ersten Spende bei der Bundeswehr wollte Schaller am Ball bleiben. „Eine Zeit lang habe ich das aber leider aus den Augen verloren. Die Blutspendedienste waren noch nicht so verbreitet“, erinnert sich der Paunzhausener. Umso mehr habe er sich gefreut, als er über einen Arbeitskollegen wieder „ins Geschäft gekommen“ ist, wie Schaller schmunzelnd sagt. Danach sei er regelmäßig angeschrieben und eingeladen worden – „und ich bin jedes Mal gegangen“. Meist in Pfaffenhofen, Schweitenkirchen oder Scheyern, ab und zu auch in Allershausen.

„Man weiß nie, ob man nicht auch einmal selbst eine Spende braucht“

Dass sich Schaller regelmäßig „anzapfen“ lässt, wenn Aktionen in seiner Nähe stattfinden, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. „Und ein Bedürfnis“, betont der 66-Jährige. „Ohne Blut geht’s halt nicht. Und man weiß nie, ob man nicht auch einmal selbst eine Spende braucht.“

Schaller möchte nicht zu den vielen gehören, die nur darüber reden. „Es tut nicht weh und ich tu ein bissl was für die Gesellschaft.“ Schwierigkeiten seien bei ihm noch nie aufgetreten. „Mir ist nicht schlecht geworden, ich habe gar nichts gemerkt. Warum sollte ich also nicht spenden?“ Seine Familie hat Schaller mit seiner Motivation ebenfalls angesteckt. „Mein Sohn geht oft, er war sicher auch schon 25 Mal“, sagt Schaller.

Bei 100 ist noch nicht Schluss

Seine 100 Spenden sieht der Rentner übrigens nicht als Grund, sich künftig nicht mehr auf die Liege zu legen. Bis zum vollendeten 72. Lebensjahr dürfen Frauen und Männer Blut geben. Schluss ist also noch lange nicht. Schaller meint: „Schau ma mal, dass ma noch bissl was zammbringan.“

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