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Schafkopfen, Mau-Mau, die Legenden von Andor: Der Kreisjugendring hatte allerhand Spiele im Gepäck, als er in Paunzhausen zum Spielenachmittag Station machte. Der Nachmittag war ein voller Erfolg.

Spielenachmittag in Paunzhausen

Schafkopfen mit der Oma

Die richtigen Karten, Würfelglück und hungrige Mäuse auf der Jagd nach Käse: Beim Spieltreff, den der Kreisjugendring Freising am Samstag in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Paunzhausen organisiert hatte, gab es die unterschiedlichsten Gesellschafts-, Brett- und Kartenspielen auszuprobieren. Nicht nur die Kleinen kamen auf ihre Kosten. Auch die „größeren Kinder“ waren mit Feuereifer dabei.

Paunzhausen–  Eine Partie „Mau-Mau“ zu spielen, darauf hatte sich Maria aus Paunzhausen schon lange einmal wieder gefreut. „Zuhause hat keiner Zeit zum Spielen“, sagt die 78-jährige Rentnerin und lacht. Der Nieselregen an diesem Nachmittag hat sie nicht davon abgehalten, ins Schulhaus zu kommen, wo die Mitarbeiter des Kreisjugendrings Freising eine große Auswahl an Spielen bereitgestellt hatten. Sie waren einer Einladung der Jugendvertreter im Paunzhausener Gemeinderat gefolgt. „Wir wollten einfach einen Mehrwert schaffen für unsere Bürger“, sagen Thomas Popp, Ulrich Huber und Silvia Lachermeier. Die dunkle Jahreszeit eigne sich doch für so ein Projekt. Triste, graue Nachmittage könnten dank der bunten Spiele einfach netter werden.

Als die ersten Spieler pünktlich um drei Uhr eintreffen haben Lennart Bagert und seine Kollegen vom KJR in Freising schon alles vorbereitet. Kekse, Salzstangen und Getränke stehen bereit. Die Tische sind wie kleine Inseln über den Raum verteilt: An jeder Station wird etwas anderes gespielt. Einige scharen sich um die Spielschränke, wo eine reiche Auswahl von rund hundert Spielen bereitsteht. Die 16-jährige Bettina und der 12-jährige Alexander haben sich entschieden. Aus dem großen Stapel nehmen sie „Die Legenden von Andor“ heraus, ein kooperatives Brettspiel, in dem sie in Rollen von Helden schlüpfen dürfen, die vor der Invasion böser Kreaturen schützen sollen. „Alles analog“ bewerten die Initiatoren das Spielgeschehen. Sogar die Generation Smartphone hat an dem Nachmittag richtig Spaß – ganz ohne Handy.

Am Nebentisch sammelt die siebenjährige Juliane fleißig Käsestücke. Ein großer Plastikkäse in der Mitte des Spielfelds ist bei dem Kinderspiel „Max Mäuseschreck“ der Mittelpunkt. „Ich weiß, wie das geht“, sagt Juliane. Das Spiel sei ab sechs Jahren – und sie sei ja schließlich schon sieben Jahre alt. Die 73-jährige Gerda hat sich mit ihrer Enkelin Carina und deren Freundin Daniela „Scrabble“ ausgesucht. „Oma und Enkelin spielen zu Hause sehr oft zusammen“, freut sich die Rentnerin. „Ich würde gerne Schafkopfen, aber das kann bei uns in der Familie keiner.“ Zum Spieltreff waren sie gekommen, um einmal etwas Neues auszuprobieren. Klassiker seien Monopoly und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, sagt Lennart Bagert. Doch auch neuere Spiele, wie etwa das super schnelle Kartenspiel „Lucky Lachs“ würden angeboten.

In Zeiten von Smart-Phone-Apps und zunehmender Digitalisierung sei es doch wichtig, gesellige Spieltreffen zu fördern, sagt Bagert. Die Spielnachmittage würden vom Kreisjugendring in allen Gemeinden des Landkreises Freising angeboten. „Das nächste Mal findet das in Mauern statt“, weiß der KJR-Mitarbeiter. „Es geht um das Miteinander und um die Kommunikation, die beim gemeinsamen Spielen entsteht.“

Maria Martin

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