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Zehn Jahre nach der Sanierung feiern Kirchenmaler Willi Böck, Gesitlicher Rat Franz Xaver Huber, Maurer Thomas Riedmair, Initiator Erich Gschlößl und OB Dieter Thalhammer (v. l.) den Erhalt der Pellhausener Kapelle. Leh

Pellhausener Kapelle: Vor zehn Jahren "gerettet"

Pellhausen - Es bot einen verwahrlosten Eindruck und war selbst schon vom Landesamt für Denkmalpflege zum Abriss freigegeben: das kleine Kapellchen in Pellhausen. Doch es wurde gerettet.

Engagierte Bürger sendeten tatkräftig für den Erhalt der Kapelle in Pellhausen. Das war im Jahr 2000. Am Samstag feierten rund 40 Bürger zusammen mit Geistlichem Rat Franz Xaver Huber und OB Dieter Thalhammer vor Ort den zehnten Jahrestag der Sanierung und Einweihung der kleinen Kapelle.

Huber freute sich bei der Andacht in dem geistlichen Kleinod über etwas, das man sonst selten erlebe: „eine volle Kirche“, so der Geistliche Rat humorig in dem rund 15 Quadratmeter großen Raum, der duch ein Zelt davor etwas erweitert worden war. Nach der besinnlichen halben Stunde in der Kapelle vor den Schutzheiligen Isidor und Notburga pilgerte man 50 Meter weiter in das nächste Zelt, wo die Pellhausener mit Kuchen und kalten Platten zur Feier des Tages groß aufgefahren hatten.

Thalhammer blickte in seinem Grußwort auf die Rettung der Kapelle zurück, die auf die Initiative von Erich Gschlößl und Willi Böck zurückgehe. Die hätten zuvor schon beim Bürgerturm in Freising eine solche vorbildliche Bürgerinitiative ins Leben gerufen und ihre Erfahrungen auf die Pellhausener Kapelle übertragen. Ein „tolle Aktion“, lobte Thalhammer, die sowohl „beispiellos“ als auch „beispielhaft“ sei. Schließlich habe die Stadt für die Kapellen-Rettung kaum finanzielle Mittel aufwenden müssen. Denn: „Zahlen kann man das alles eigentlich nicht.“

Was den OB besonders freute: Seit ihrer Sanierung werde die Kapelle auch ehrenamtlich unterhalten: Johanna Riedmair, die Frau des damals entscheidenden und tatkräftigen Maurers Thomas Riedmair, erfülle seit zehn Jahren den Mesnerdienst, was ihr am Samstag einen Blumenstrauß vom OB einbrachte. Insgesamt also, so das Fazit des Stadtoberhaupts, „eine herrliche Geschichte für die Stadt Freising“. Und weil der OB so gut aufgelegt war, frotzelte er auch ein wenig: Die Stadt Freising habe zwei Kapellen - in Vötting und eben die in Pellhausen -, die Pfarrei St. Lantpert habe auch zwei Kapellen. „Die FMG hat nur eine - in Attaching“, so der OB zu dem Gotteshaus des Franz von Assissi, das gerade als Mahnmal zur Bewahrung der Schöpfung errichtet wird.

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