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Ihr ist nichts heilig, und das ist auch gut so: Von Elvis Presley bis Lady Gaga reicht das Repertoire, das Petra Lewi auf ihrer Ukulele anstimmt. Die Freisingerin ging im Furtner-Bräu keinem musikalischen Experiment aus dem Weg.

Tolles Programm

Petra Lewis "Ukulele Cabaret" im Furtner-Bräu: Viersaitig vielseitig

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Freising - Elvis Presleys „Blue Suede Shoes“‘mit einer Ukulele? Oder auch „Psycho Killer“ von den Talking Heads? Geht das? Und wenn es geht: Klingt das nicht lächerlich? Antwort: Ja, es geht. Und: Nein, es klingt nicht lächerlich. Nicht, wenn Petra Lewi das macht.

Die Schauspielerin, Sprecherin und Sängerin Petra Lewi aus Freising zelebriert in ihrem ersten Soloprogramm die Kunst des musikalischen Minimalismus’. „Lewis Ukulele-Cabaret“ heißt das dann. Ein Abend nicht nur mit Liedern, Chansons und Songs extrem-unplugged, sondern auch mit wunderbaren Gedichten und Balladen.

Ein roter Tisch, ein schwarzer Hocker und ein Notenständer, Lewi selbst in einem roten Kleid, und wenn mal eine Harmonika zum Einsatz kommt – so wie bei Bertold Brechts „Ballade von der Hanna Cash“ –, dann ist die auch schwarz-rot. Ein vollbesetzter Furtnerbäu erlebte am Sonntagabend aber nicht nur ein farblich fein abgestimmtes Konzept, sondern vor allem eine große Künstlerin mit einem kleinen Instrument. Petra Lewis Stimme und ihre Bühnenpräsenz, dazu ihr viersaitges Instrument, bei Gedichten wie dem „Cantico Espiritual“ aus dem 15. Jahrhundert dezent eingesetzte Klangschalen und die technische Raffinesse des Loop - mehr braucht es nicht für diesen Abend. Ein Abend, der mit wunderschönen Melodien aus den 30er Jahren wie „Bay mir bistu scheyn“ oder auch mit melancholischen Lovesongs wie „Green Grass“ von Tom Waits für wohlige Schauer sorgt; ein Abend, der zum Beispiel mit Oscar Wildes „Ballade vom Zuchthaus zu Reading“ auch mal ein bisschen Gruselschauer erzeugt; ein Abend, der oft genug durch schelmisches Augenzwinkern beispielsweise beim „Lied von der Gesellschaft“ aus der 30er Jahre-Revue „Alles Schwindel“ oder auch beim Beatles-Song „Three Cool Cats“ zum Lachen und Lächeln animiert. Vor allem aber ein Abend, bei dem Petra Lewi ihr inzwischen weithin bekanntes schauspielerisches Können mit ihrer bisher noch nicht so bekannten Sangeskunst kombiniert.

Und wer das so konsequent durchzieht wie Lewi in ihrem „Ukulele-Cabaret“, der darf sich auch nicht wundern, dass ihm „You and I“ der exzentrischen Pop-Queen Lady Gaga vorgesetzt wird. „Fever“ oder „Blue Jeans“ – der Freisingerin und ihrer Ukulele ist nichts heilig. Die beiden gehen keinem auch noch so absurd erscheinenden musikalischen Experiment aus dem Weg. Und das ist gut so. Sehr gut sogar.

Am Sonntag, 20. März, um 19.30 Uhr gibt es eine Zusatzvorstellung im Furtnerbräu. Hin! Nichts wie hin!

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