In den Weg stellte sich dem Minsterpräsidenten am Sonntagvormittag Aufgemuckt-Sprecher Hartmut Binner (l.). Horst Seehofer versprach dem Freisinger, weiter mit den betroffenen Bürgern im Gespräch zu bleiben. Foto: Albrecht

Pfiffe für den Landesvater

Moosburg - Der Protest war laut. Sehr laut. Rund 200 Startbahngegner bereiten Ministerpräsident Horst Seehofer in Moosburg einen unfreundlichen Empfang.

Er gibt selbst zu, dass er eine „schwierige und grauenvolle Woche“ hinter sich habe. Und dann auch noch das: Beim Maiempfang des Landesverbands der Christlich Sozialen Arbeitnehmerunion (CSA) gestern in Moosburg empfangen Horst Seehofer 200 Menschen mit Trillerpfeifen, Buh- und Pfui-Rufen, skandieren „Hei-mat-zer-stö-rer“. Minutenlang geht das so, nachdem schon vorher die CSA-Gäste auf diese Weise begrüßt wurden. Zwischen Plakaten, die „Wahltag ist Zahltag“ verkünden und Seehofer als „Persona non grata“ bezeichnen, stellt sich Aufgemuckt-Sprecher Hartmut Binner dem Ministerpräsidenten in den Weg. Er hält ihm vor, dass die Staatsregierung trotz des Bürgerentscheids in München an der Startbahn festhalte, sie im Landesentwicklungsprogramm festschreibe. Die Antwort Seehofers geht im Lärm unter. Man habe noch viel Zeit, werde weiter mit den Bürgern im Gespräch bleiben, haben Seehofer gesagt, berichtet Binner hinterher.

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