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Politischer Aschermittwoch 

Spitzen aus allen Ecken

Der Auftakt zur Fastenzeit ist gleichzeitig immer Gelegenheit, politisch kräftig auszuteilen. So geschehen am Mittwoch im Landkreis – von der CSU bis hin zur SPD.

Freising – Der politische Aschermittwoch hat es gestern in sich gehabt – man merkt, es ist Wahljahr. Ob MdB Erich Irlstorfer, seine Herausforderer der SPD, Andreas Mehltretter, oder der Freiem Wähler, Robert Weller: Man sparte nicht mit Kritik an den Gegnern und Lobhudeleien auf die eigene Partei.

Viel Schulz

Die CSU des Landkreises war in Eching zu Gast – und stellte klar, dass es die Union sei, die für gleiche Lebensbedingungen in Bayern sorge. Zudem fiel der Name Martin Schulz ziemlich oft – allerdings nicht im positiven Sinne. Irlstorfer möchte gerne weiterhin in Berlin bleiben – und warb für sich als jemand, der Ergebnisse präsentiere. Ganz im Gegensatz zu seinem SPD-Kollegen aus Ebersberg, Ewald Schurer. Das sollte nicht die einzige Spitze in Richtung der Sozialdemokraten gewesen sein.

Trump und „Horsti“

Den Gefallen gab die SPD aber gerne zurück. Bundestagskandidat Andreas Mehltretter holte zum Rundumschlag aus – und verschont blieb da zunächst niemand. Trump bekam sein Fett weg („Muslim-Ban war rassistischer Schwachsinn“), Ministerpräsident „Horsti“ Seehofer wurde aufgrund der Flüchtlingspolitik kritisiert – und auch an Finanzminister Wolfgang Schäuble sendete Mehltretter eine Botschaft: „Er hat keine Ahnung von Volkswirtschaft.“ Der junge Kandidat der SPD traute sich etwas – und wurde von den Sozialdemokraten bejubelt. Lauter fiel der Applaus nur aus, als das Gespräch auf Martin Schulz kam: Man sieht sich im Aufwind, Mehltretter freute sich, „dass Schulz binnen weniger Wochen zum Internetphänomen wurde“. Beste Stimmung also bei der SPD.

„Verlorene Straße“

Eine kleine Spitze in Richtung Stadt Freising sendete die ÖDP. Dort geht die Sorge um, dass die Nahwärmeversorgung im Rahmen der Innenstadtsanierung nicht umgesetzt werden kann. Die bereits fertiggestellte Heiliggeistgasse sei jetzt eine „verlorene Straße“, hieß es da in der Runde. Helmut Priller warf sogar in den Raum, dass man für die Wärmeleitungen den Innenstadtumbau stoppen müsste. Denn: Viele der Leitungen müssten mitten durch die Läden gelegt werden.

Bilanz der Fakten

Landes- und bundespolitische Themen beherrschten den Aschermittwoch der Freien Wähler. Bundestagskandidat Robert Weller, selbst Polizist, schickte eine Ansage in Richtung CSU: Die Union schmücke sich gern mit den Leistungen der bayerischen Polizei, bessere aber bei Personal und Ausrüstung zu wenig nach. Ein Beispiel: Die Dienstwaffe sei aus dem Jahr 1979. MdL Benno Zierer hat hingegen auf politische Spitzen bewusst verzichtet: Ihm waren die bayerischen Themen Tierschutzverstöße an Schlachthöfen oder auch der Skandal um Bayern-Ei wichtig. Und was wäre eine politische Veranstaltung im Landkreis Freising schon ohne das Thema dritte Startbahn am Flughafen?

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