Ein zufriedenes Quartett: Markus Käser (SPD-Kreisvorsitzender Pfaffenhofen), Bundestagskandidat Florian Simbeck, Kreisvorsitzender Peter Warlimont und Bundeswahlkreisvorsitzender Thomas Herker (v. l.). Foto: fischer

Ein politischer Komiker

Landkreis - Beifall ist Florian Simbeck gewöhnt. Als Schauspieler. Aber den Beifall nach seiner Rede als SPD-Bundestagskandidat hatte er für seine politische Überzeugung bekommen.

Simbeck erhielt 98 Prozent der Stimmen, nur zwei der wahlberechtigten SPD-Mitglieder aus dem Stimmkreis Freising-Pfaffenhofen lehnten ihn als gemeinsamen Bundestagskandidaten ab. Die Versammlung feierte ihren prominenten Kandidaten. Resentiments wegen seiner Komikerkarriere gab es nicht.

Ganz im Gegenteil. Der frisch gewählte Bundeswahlkreisvorsitzende Thomas Herker erklärte nach der Kür des Kandiaten: „Ein politischer Komiker ist mir lieber als ein komischer Politiker.“

Simbeck hatte sich vor gut 50 Delegierten im Sportzentrum zu Europa bekannt, sich für einen flächendeckenden Mindestlohn und eine vernünftige Altersversorung der Menschen in der Bundesrepublik ausgesprochen. Außerdem bezog er in seiner Wahlrede Stellung gegen Rassismus und Diskriminierung.

Er könne das beurteilen, erklärte der Kandidat. Er sei mit einer Afroamerikanerin verheiratet und seine beiden Kinder hätten es am eignen Leibe erlebt, wie wenig Verständnis man auf dem Land dafür aufbringe. Andereseits bekannte sich Simbeck zu Bayern, er bezeichnete den Freistaat als „die schönste Region“, in der man leben könne.

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