Bitterböse parodierte Wolfgang Krebs Ministerpräsident Horst Seehofer – und kommentierte etwa dessen „enormen Macht in den Lenden“. fotos: gleixner

Politisches Kasperltheater mit Wolfgang Krebs

Kirchdorf - Wahre Verwandlungskünstler brauchen nicht viel, um ihrem Metier Ausdruck zu verleihen. Bei Wolfgang Krebs genügten in Kirchdorf Perücke, Gesichtsausdruck und Zungenschlag.

Wolfgang Krebs, der TV-Publikumsliebling und Parodist, zeigte auf Einladung des „Schützenvereines Hubertus Helfenbrunn“, was ihn so stark macht. Von jetzt auf gleich schlüpfte er im Festzelt auf dem Rathausplatz in Kirchdorf in seine Paraderollen, trumpfte mit Spielwitz und Wortgewalt groß auf.

Dass er dabei einige Register des klassischen politischen Kabaretts zog, seine Charaktere bitterböse Sachen sagen ließ, machte den leider etwas schwach besuchten Auftritt zu einem Genuss für Anhänger bissiger Satire. Noch dazu verstand es der brillante Stoiber-Parodist, Seehofer-Imitator und Beckstein-Nachtarocker, sein sorgsam, aber mit spartanischen Mitteln inszeniertes Polit-Kasperltheater mit einer gehörigen Portion Lokal-Kolorit zu würzen.

Mit einem provokanten Blick in die erste Reihe stellte Krebs alias Edmund Stoiber trocken fest: „Springer, Konrad, erster Dings“. Nicht ohne darauf zu verweisen, dass der Kirchdorfer Bürgermeister seine Briefe jüngst mit hochtrabenden Floskeln wie „Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Bankenkrise“ beginnt, um dann auf die schlechte finanzielle Situation der Gemeinde anzuspielen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagsausgabe des Freisinger Tagblatts.

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