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Der Alte und der Neue: Zum Jahreswechsel wird Hans-Peter Vogleitner (l.) von Hermann Eschenbecher abgelöst. Foto: glx

Polizei: Eschenbecher löst Vogtleitner ab

Neufahrn - Die Polizeiinspektion Neufahrn bekommt einen neuen Chef: Hermann Eschenbecher. Der 52-Jährige tritt zum Jahreswechsel die Nachfolge von Hans-Peter Vogtleitner (60) an, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Deshalb traf man sich zu einer Feierstunde im Rathaus.

Als gerade mal 16-Jähriger hatte Hans-Peter Vogtleitner 1972 seine Karriere bei der Polizei Freising begonnen. 44 Jahre später darf sich der langjährige Neufahrner PI-Chef „bei guter Gesundheit und schmerzfrei“, wie er selbst gestern feststellte, auf den Ruhestand freuen.

„Offen, vertrauensvoll und immer die Belange der Dienstelle im Blick“ - so charakterisierte ihn Polizeipräsident Günther Gietl (Oberbayern Nord). Er rechnete es Vogtleitner hoch an, dass dieser mit einer bescheiden besetzten Inspektion über die Runden gekommen ist. 49 Beamte müssten eigentlich in Neufahrn arbeiten, tatsächlich sind es nur 35. Diese Besetzungsquote von gut 70 Prozent sei eine der schwächsten in Bayern. Neufahrns Rathauschef Franz Heilmeier bescheinigte dem scheidenden PI-Chef in der Art, wie er seine Aufgaben wahrgenommen habe, „hohe Kompetenz und Engagement“. Dazu habe er für die Gemeinde „immer ein offenes Ohr“ gehabt.

Anhand der verschiedenen Adern in einem Stromkabel blickte Vogtleitner auf seine Karriere und die fünf Sterne auf seinen Schulterklappen zurück - von den Antriebsphasen (Tagesgeschäft, Personalführung) über die den Polizeifarben ähnelnde, grün-gelbe Erdung bis zur „blauen Phase“, der Freizeit. Er berichtete von Extremsituationen, als drei seiner Kollegen im Dienst starben, erinnerte sich an gut situierte Pärchen, die aus Hessen zum Geldbeutelklauen in den Echinger Ikea angereist waren oder dankte den Zeitungen „für die Veröffentlichung meiner prägnanten Überschriften“, mit denen er seine Presseberichte garnierte. In Richtung Heilmeier merkte Vogtleitner an: „Sie springen an Neujahr wieder in den kalten Mühlsee - und ich ins warme Sammelbecken der Pensionisten“.

Eher eine Nebenrolle in dieser Feierstunde spielte Vogtleitners Nachfolger Hermann Eschenbecher. Er äußerte sich zuversichtlich, „trotz der hohen Arbeitsbelastung mit hoch motivierten Kollegen den Standard zu halten“. Das gute Betriebsklima habe ihn jedenfalls schon mal begeistert. Günther Gietl gratulierte Eschenbecher zu „einem Königsamt innerhalb der bayerischen Polizei“.

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