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Gegen die Eingangstür zum Bahnhof krachte das Opfer während der Attacke

Polizei nimmt 17-Jährigen fest

„Kung-Fu-Täter“ ist gefasst

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Freising - Die Fahndung nach dem Unbekannten, der am Anfang April einen 34-Jährigen am Bahnhof Freising kurz nach 22 Uhr in „Kung-Fu-Manier“ niedergestreckt hatte, hatte Erfolg: Ein 17-jähriger Deutscher sitzt in Untersuchungshaft.

Der Jugendliche hatte am Abend des Freitag, 7. April, auf den 34-Jährigen eingeschlagen und ihn wie wie ein Kung-Fu-Kämpfer zu Boden getreten. Zuvor hatte es einen Streit gegeben. Das Opfer war während der Prügelattacke mit dem Kopf gegen eine der Eingangstüren des Bahnhofs gekracht, die daraufhin zersplitterte. Danach war der Schläger in Siegerpose abgezogen, hieß es im Bericht der Bundespolizei.

Deren Pressesprecher Wolfgang Hauner vermeldete den Fahndungserfolg: Nach der Veröffentlichung des Zeugenaufrufs meldeten sich zunächst einige Zeugen des Vorfalls bei der Münchner Bundespolizei. Der entscheidende Hinweis kam dann wenig später aus der polizeiinternen Fahndung und stammte von einem Beamten der Freisinger Polizei. Er erkannte in dem – polizeiintern per Bild Gesuchten – die Aufnahme stammte aus der Videoüberwachung – einen 17-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Freising, mit dem er dienstlich schon des Öfteren zu tun hatte. Weitere Ermittlungen bestätigten recht schnell dessen Identität, so dass der Jugendliche auf Beschluss des Amtsgerichts Erding festzunehmen war.

Die Ermittler statteten dem jungen Mann noch am Gründonnerstag mit Spezialkräften der Bundespolizei und im Auftrag des Amtsgerichts Landshut – einen Besuch ab. Sie fanden in der elterlichen Wohnung unter anderem auch die Tatkleidung, die der Verdächtige am 7. April getragen haben soll.

Der 17-Jährige wurde dem Haftrichter des Amtsgerichts Erding zugeführt. Der hielt den Untersuchungshaftbefehl aufrecht, woraufhin der Mann aus dem Landkreis Freising der Untersuchungshaft übergeben wurde. „Ein schöner und vor allem schneller Erfolg“ sagte Ermittlungsdienstleiterin Sabine Stein, die sowohl ihren Ermittlern, den Spezialkräften aber auch allen anderen Beteiligten, wie den Kollegen in Freising und übrigen Mitarbeitern – auch aus den Justizbereichen – „für die rasche Unterstützung und letztlich damit verbundene sehr erfolgreiche und effiziente Zusammenarbeit“ dankte.

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