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Ehrungen beim Krieger- und Soldatenverein: (v. l. ) Vereinsvorsitzender Albert Past, Bernd Hill, Hans Huber, Günter Lettmeier, Michael Widmann, Steffen Brühmann und 2. Vorsitzender Günter Huber.

Jahreshauptversammlung des KSV Eching

Positive Tendenzen, negative Erfahrungen

Eching - Acht Neuaufnahmen, eine Verjüngung auf im Schnitt 56,5 Jahre – der Echinger Krieger- und Soldatenverein trotzt dem allgemeinen Trend. Negativ in Erinnerung an das Jahr 2016 bleibt der Vorstandschaft lediglich ein – trotz beachtlicher Resonanz – im Nachhinein „missglückter“ Kinoabend.

Knapp 50 Mitglieder und Ehrengäste konnte Albert Past, Vorsitzender des Echinger KSV, bei der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Huberwirt begrüßen – deutlich mehr als im Vorjahr. Kurt Diettrich vom Kreiskriegerverband ebenso wie Artur Klein als neuer Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zollten dem gut aufgestellten und aktiven Verein ihren Respekt und ihre Wertschätzung.

Gegenwärtig zeigt sich der Traditionsverein, der 2020 sein 100-jähriges Bestehen feiern kann, gegen den landläufigen Trend beim Mitgliederstand von 180 im Alter zwischen 21 bis 95 Jahren als recht stabil – und vereint „jung und alt“. Ein stattlicher Anteil von 39 Ehrenmitgliedern gehört der Fraktion Ü70 an. Dennoch hat Vereinschef Past eine Verjüngung auf einen Altersschnitt von 56,5 Jahren errechnet, was ebenso erfreulich ist wie die insgesamt acht Neuaufnahmen des vergangenen Jahres.

Auf dem Prüfstand stehen gegenwärtig die Satzung, die bis zum nächsten Jahr rechtssicher ausformuliert werden soll, und der seit der Euro-Einführung gleichgebliebene Jahresbeitrag von zwölf Euro, für den eine moderate Erhöhung ansteht. Wie der Rechenschaftsbericht vor Augen führte, bringt sich der Kriegerverein neben seinen Kernaufgaben – wie Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, Ausrichtung des Volkstrauertags und Pflege des Kriegermahnmals – bei vielen geselligen Anlässen ein; etwa beim Frühlingsfest und dem großen Jubiläum des Burschenvereins. Von ihrer sportlichen Seite zeigten sich die Kameraden bei Stock- und Schießbewerben, die auch für jüngere Männer und Frauen – mittlerweile zählt der Verein zwei weibliche Mitglieder – ein Anreiz sein könnten, dem Verein beizutreten. Bei den Turnieren um den Gemeindepokal und beim sportlichen „Urlaub dahoam“ sprangen für Echings Krieger ein zweiter und ein fünfter Plätze heraus.

Erfolgreich und mit „enormem Zeitaufwand“ unterwegs waren Gisela Schlagenhaufer, Hans Dörrisch und Albert Past bei der Haussammlung für die friedensstiftende Arbeit des Volksbundes – und erzielten mit 2270 Euro eines der Top-Ten-Ergebnisse in Oberbayern.

Bitter stößt dagegen auf, dass der Krieger- und Soldatenverein bei der äußerst erfolgreichen Aufführung des Geschichts- und Dokumantarfilms des Fürholzer Heimatforschers Ernst Keller über das Ende des Zweiten Weltkrieges „Als der Luftkrieg in unserer Heimat kann“ letztjährig auf rund 300 Euro Veranstaltungskosten für das Bürgerhaus „sitzengeblieben“ ist. Leider war auch trotz Einladung keiner der drei Echinger Bürgermeister oder ein Repräsentant des Gemeinderates anwesend, mit dem man diese allseits kritisierte Praxis hätte diskutieren können.

Ein besonderes Anliegen brachte der langjährige ehemalige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende Alois Zrenner abschließend aufs Tapet der Versammlung: „Wenn Eching jetzt schon ein neues Rathaus bekommt, sollten auch Vitrinen für unsere Vereinsfahnen drin sein.“

Ehre, wem Ehre gebührt

Bei einer Reihe von Ehrungen wurden verdiente Mitglieder des Echinger KSV für ihre Vereinstreue belohnt. Das Bronzene Vereinsabzeichen für zehnjährige Vereinszugehörigkeit hatten sich Steffen Brühmann, Bernd Hill, Bekim Rizahu und Michael Widmann verdient. Das Silberne Vereinsabzeichen für ein 20-jähriges Vereinsjubiläum ging an Günter Lettmeier und Josef Riemensberger. Für drei Jahrzehnte Vereinstreue wurde Hans Huber mit dem Goldenen Vereinsabzeichen geehrt. Das Ehrenkreuz in Silber wurde Walter Kranz verliehen.

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