Prädikat: "Multikulti"

Allershausen - „Multikulti“ - das ist in Allershausen seit 22 Jahren ein Prädikat. Denn das Fest der Nationen ist eine musikalische und kulinarische Reise durch verschiedene Länder.

Auch und gerade in Zeiten, in denen nicht nur im Landkreis Freising intensiv über die Unterbringung von Asylbewerbern diskutiert wird, ist so ein Tag wie das Fest der Nationen in der Ampertalgemeinde wichtig. Dank der Nachbarschaftshilfe, die das Miteinander der Völker jetzt schon seit über 20 Jahren auf die Beine stellt, kamen sich Einheimische und Neubürger aus fernen Ländern auch gestern wieder ein Stückchen näher. Und das funktionierte wieder einmal über Speis und Musik.

Baklava und Halsgrat, Kartoffelauflauf und Szegediner Gulasch - nur eine kleine Auswahl dessen, unter dem sich die Besucher auf dem Schulhof gestern entscheiden mussten. Denn Spezialitäten aus neun Ländern verbreiteten ihren Duft und machten Hunger: Dass der Pizzaofen zum Stand Italien gehörte, war klar. Aber auch Schmankerl aus Syrien und Palästina, aus der Slowakei und aus der Türkei, aus Ungarn und Nigeria, sogar von den Philippinen und selbstverständlich aus Bayern luden dazu ein, von Glasnudeln und Bratwurst gleichermaßen zu probieren. Und das taten die Besucher eifrig, wie man allein schon daran erkennen konnte, wie fast am Fließband frisch gewaschenes Geschirr zu den Ständen getragen wurde.

Doch Völkerverständigung geht nicht nur durch den Magen, sondern klappt auch mit Kultur und Musik: Trotz kühler Temperaturen war die Bühne im Schulhof stets mit Gruppen belegt: Das reichte von Tanz- und Gesangsdarbietungen des Jugendtreffs Allershausen und der Allershausener Flöhe über russische Lieder und ungarische Folkore bis hin zu heißen Rhythmen á la Zumba aus Lateinamerika und zu nigerianischen Tänzen. Wieder war auch der Freistaat vertreten: Die Birkenstoana Schuhplattler schwenkten musikalisch die weiß-blaue Fahne.

Und auch an den Nachwuchs war gedacht: Auf der gegenüberliegenden Fläche war rund um eine Hüpfburg ein kleines Spielparadies aufgebaut worden, wo die jüngsten Allershausener ihre überschüssige Energie loswerden konnten. Die Tombola zu Gunsten der Nachbarschaftshilfe war reich bestückt. „Multikulti“ - auch 1200 Jahre nach Gründung Allershausens eben ein Prädikat. (zz)

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