Sturmtief fordert Tribut: Jetzt ist eine S-Bahn-Linie unterbrochen

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Der Wahlkampf ist für (v. l.) Hubert Aiwanger, Robert Weller, Benno Zierer und Maria Scharlach in vollem Gange. af

Mit Vorsitzendem Hubert Aiwanger

Pressekonferenz der Freien Wähler: Die Alternative zur CSU

Die Freien Wähler sehen sich im Aufwind. Sie hoffen bei der Bundestagswahl auf unzufriedene CSU-Wähler. Spitzenkandidat Robert Weller, FW-Chef Hubert Aiwanger und MdL Benno Zierer stellten sich bei einer Pressekonferenz jedenfalls als Alternative dar.

Moosburg – Im Falle, dass er seinen Rivalen Erich Irlstorfer (CSU) wider Erwarten in der Wählergunst überholen sollte, müsste FW-Bundestagskandidat Robert Weller viel Bier trinken. Man habe ihm das schon fässerweise bei diversen Wahlkampfveranstaltungen versprochen. Dass das eigentlich in diesem Wahlkreis unmöglich ist, weiß Weller natürlich. Aber: Den FW schlagen Sympathien entgegen. Auch bei Wählern, die mit Merkel unzufrieden sind, wie FW-Chef Hubert Aiwanger spekulierte. Als Zielgruppen stellte der FW-Chef den Mittelstand, die Handwerker und Freiberufler dar. „Wir bedienen die breite Öffentlichkeit“, sagte Aiwanger. Bezogen auf den Wahlkreis führte er noch ins Feld, dass die Freien Wähler die einzige Gruppierung seien, die absolut gegen die 3. Startbahn sind. Dass das ein Pfund sein kann, sagte auch Weller. Das habe er jüngst in Attaching gemerkt, als er spontanen Zuspruch für die Linie der FW bekam.

Auch aus den eigenen Reihen gibt es Lob: „Wir sind sehr froh, dass er so einen guten Wahlkampf macht“, betonte die Vorsitzende des FW-Kreisverbandes, Maria Scharlach. Weller selbst verwies auf gut zwei Dutzend Wahlveranstaltungen, drei Podiumsdiskusionen, drei Info-Stände und sechs Interviews, die er in jüngster Zeit gegeben habe. Außerdem habe man 2000 Plakate geklebt und 35 000 Flyer in Umlauf gebracht.

Laut Aiwanger gelte es zu verhindern, dass in den Bundestag Leute einziehen, „die noch nie ein Rathaus von innen gesehen haben“. Dass die Kompetenz der Freien Wähler von der Kommunalpolitik herrühre, sei laut Aiwanger ein Vorteil, den auch die Wähler zu schätzen wissen.

Damit Weller in den Bundestag einzieht, müssten die Freien Wähler bundesweit aber über fünf Prozent erreichen und in Bayern etwa zwölf Prozent holen. Dann wäre auch das Ergebnis von CSU-Konkurrent Irlstorfer egal.

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