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Im Dialog mit Prinz Luitpold von Bayern: MdB Erich Ilrstorfer hatte zum vierten mal zum Schlossgespräch geladen.

Schlossgespräche

Prinz Luitpold und die Traditionen

In der Veranstaltungsreihe „Schlossgespräche“ greift der Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer (CSU) gesellschaftliche Themen auf: In der vierten Auflage und zugleich ersten diesen Jahres war man nun im Schloss Birkeneck zu Gast. Mit Prinz Luitpold von Bayern sprach Irlstorfer vor und mit 100 Gästen über das Thema „Tradition und Innovation – bayerische Familienunternehmer im globalen Wettbewerb“.

Hallbergmoos – Luitpold Rupprecht Heinrich Prinz von Bayern (66) ist nicht nur der Urenkel des letzten Königs von Bayern, sondern auch und in erster Linie Unternehmer: Er ist Inhaber der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg und Geschäftsführer der König Ludwig International GmbH & Co. KG. Im Jahr 1979 gründete er das Kaltenberger Ritterturnier. Im Oktober 2011 übernahm der Jurist darüber hinaus die Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Im Dialog mit Irlstorfer schnitt Luitpold von Bayern viele Themenbereiche an: Nachwuchsförderung in Handwerk und Forschung, Fachkräftemangel, Entwicklungshilfepolitik, Digitalisierung, Sozialpolitik, Trends und Innovationen. Auskunft gab der Redner u.a. wie es ihm selbst gelang, in seinem Familienunternehmen eine Biermarke (etwa mit dem König Ludwig Dunkel) zu entwickeln, die im internationalen Wettbewerb besteht - und Produktionsstätten in 16 Ländern der Welt unterhält. Er berichtete unter anderem über den Trend zu „ehrlichen Produkten“ – Stichwort: Craft-Biere – die Spielräume und „enorme Marktchancen“ für Qualität, Regionalität und Familienunternehmen mit Innovationskraft bieten.

Kritik äußerte er an der Erbschaftssteuerreform, die Familienunternehmen („Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft“) in existenzielle Schwierigkeiten bringt und Arbeitsplätze, die zu 70 Prozent in deutschen Familienunternehmen generiert werden, gefährdet. Zugleich sprach Luitpold von Bayern sich für eine verstärkte Exzellenz-Förderung bei Wissenschaft und Forschung aus, damit Deutschland im globalen Wettbewerb nicht abgehängt wird. 

Eva Oestereich

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