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Ein Defizit in Kranzberg ist mangelndes Bauland. Doch die Vorarbeiten laufen, wie Hermann Hammerl am Dienstag dem Gemeinderat erläuterte. 

Gemeinderat Kranzberg

Erst das Bauland, dann die Turnhalle

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Kranzberg - Baulandausweisung, eine neue Schulturnhalle, Wohnungsbau – die Aufgaben in der Gemeinde Kranzberg sind vielfältig. Anträge, in diesen Bereichen voranzukommen, wurden jetzt im Gemeinderat behandelt.

Neun Gemeinderäte hatten Ende März zur Halbzeit der „Regierungsperiode“ festgestellt, wo es noch Defizite in der Gemeindearbeit gebe, und hatten dazu in einem sechsseitigen Schreiben Anträge gestellt. Am Dienstag nun lagen dem Gemeinderat die Ausführungen und Beschlussvorschläge der Verwaltung dazu vor.

In Sachen Baulandausweisung, wo sich laut Anton Hierhager (SPD) seit mindestens zehn Jahren nichts mehr getan habe, folgte der Gemeinderat dem Beschlussvorschlag: Der erläutert, dass man sich bereits mittendrin in der „aktiven Umsetzung“ befinde, dass es bereits Gutachten über Gebiete gebe, dass Gespräche mit den Grundstückseigentümern begonnen hätten und dass eine Fachanwaltskanzlei ein Vertragsmuster für den Grundstücksankauf im Baulandmodell ausarbeiten solle. Und dass man über die Fortschritte regelmäßig und zeitnah im Gemeinderat berichte.

Diskussionen gab es um die Priorisierung des Punkts, dass man eine gemeindliche Wohnanlage im Rahmen der kommunalen Wohnungsbauförderung errichten solle. Dass die Verwaltung nun die Grundlagen ermittelt, damit der Gemeinderat das weitere Vorgehen beschließen könne, fand mit 10:6 Stimmen eine Mehrheit. Ursula Enghofer (FWG) hatte angemerkt, sie hätte ungern einen großen Block mit 20 Wohneinheiten, nur weil es dafür eine Förderung gebe. Ihr Ansinnen, relativ billige Wohnungen zu schaffen, rief Andreas Adldinger (CSU) auf den Plan: Kommunaler Wohnungsbau bedeute nicht billig, sondern ansprechende Wohnungen in diversen Größen und zu vernünftigen Mietpreisen.

Priorität 2 nach der Baulandausweisung hat aber die neue Schulturnhalle. Der Beschluss dazu, der einstimmig gefasst wurde, sieht vor, dass man mit dem Schulamt und der Regierung bespreche, wie sich die Schullandschaft generell entwickeln werde und welche Fördermöglichkeiten es gebe. Vor allem werde es am 23. Mai, so kündigte Bürgermeister Hermann Hammerl an, eine Sitzung des Sozialausschusses geben, zu der auch der SV Kranzberg eingeladen wird. Der soll dort seinen Bedarf nicht nur für Turnhallenzeiten, sondern auch für die Weiterentwicklung des Sportareals kundtun. Gleichzeitig hat am Dienstag die FWG einen Antrag vorgelegt, nachdem die neue Sporthalle am Schulstandort – und zwar nordwestlich der Schule am Hang – errichtet werden soll. Nach Fertigstellung soll die alte Halle abgerissen und das Areal zu Freisportflächen umgewandelt werden. Parkplätze sollten in einer Tiefgarage unter der neuen Sporthalle untergebracht werden. Einen Standort getrennt von der Schule lehnt die FWG ab. Wenn, dann müsste auch die Schule mit an den neuen Standort umziehen. Und das wäre in den Augen der FWG „völlig abwegig“.

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