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Der Träger des Bunten Hauses soll, wenn es nach einigen Gemeinderäten geht, baldmöglichst wechseln.

Aus dem Gemeinderat

Probleme im Bunten Haus: Neuer Träger gesucht

Das Bunte Haus ist das Sorgenkind unter den Kindertagesstätten der Gemeinde Hallbergmoos. Die Innere Mission München, Träger der Einrichtung, konnte bislang ihre Personalprobleme nicht lösen – und musste Betreuungsplätze und Öffnungszeiten reduzieren.

Hallbergmoos – Eigentlich wäre Platz für 48 Kinder im Bunten Haus, der Kindertagesstätte an der Lilienthalstraße. Betreut werden dort aber nur – mangels Personal nur 20 Kinder. Die Kommune reagiert darauf mit einer Vertragsänderung – und neuerlichen Überlegungen, die auf einen Trägerwechsel hinauslaufen.

Dem Defizitausgleich (128 000 Euro zuzüglich Arbeitsmarktzulage von knapp 12 000 Euro) für das Jahr 2016 musste der Gemeinderat nun noch zustimmen. Doch zum 31. August 2017 hat die Kommune die Defizitvereinbarung nun gekündigt. Grund: Wegen Personalmangels mussten zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres die Öffnungszeiten verkürzt werden. Sogar eine Schließung stand bereits einmal im Raum, wie es aus dem Rathaus heißt. Mit dem Gebäudeeigentümer und der Inneren Mission hat die Kommune bereits Gespräche geführt. Generell waren, wie Sigrid Schwirtz berichtet, beide Parteien einem Trägerwechsel zum 1. September gar nicht abgeneigt. Im Rathaus denkt man aufgrund der guten Erfahrungen an die AWO oder das BRK. Jedoch konnte ein Wechsel so kurzfristig nicht bewerkstelligt werden, weil staatliche und kommunale Förderrichtlinie zu beachten waren.

Abgesehen davon habe, so Schwirtz, die Innere Mission Besserung gelobt: Neues Personal sei gefunden, um die Betreuung von 20 Kindern – 13 davon im Krippenalter – von 7 bis 17 Uhr zu gewährleisten. Dessen ungeachtet, plädierte Martina Wilkowski (FW) nachdrücklich für einen Trägerwechsel: „Wir sollten auf die Suche gehen und einen Wechsel fürs nächste Jahr anpeilen.“ Denn, so die Jugendreferentin, der Träger hat seinen Schwerpunkt in München und nur zwei Außenstellen. Da tue man sich schwer, Personal für Hallbergmoos zu finden. Auch Josef Fischer (FW) setzte sich dafür ein, „schnellstmöglich“ eine Alternative zu finden. „Wenn’s wieder Probleme gibt, muss der Gemeinderat zeitnah informiert werden. Oberstes Ziel muss es sein, die Betreuungszeiten aufrecht zu erhalten“, unterstrich auch Sabina Brosch (Grüne). Die Kommunikation mit dem Träger, so die Referentin für Schulen und Kindergärten, Silvia Edfelder (CSU), stellt sich aber als Problem dar. Oftmals werde die Kommune „von heut auf morgen“ über Schwierigkeiten informiert.

Auch wenn Schwirtz bekräftigte, dass die Innere Mission nun auf einem guten Weg sei, der Gemeinderat bleibt skeptisch. Und das bekommt der Träger nun auch finanziell zu spüren: In Zukunft kommt die Kommune nicht mehr ohne weiteres für das entstandene Defizit auf – sondern abhängig von der Zahl der betreuten Kinder. Pro Kind gibt’s eine Pauschale von 2750 Euro. Als Höchstgrenze gelten 128 000 Euro jährlich. Zum Vergleich: Die Sätze in den Krippen Sternentor und Spatzennest liegen bei 2013 Euro pro Kind, hierin sind aber noch keine Miet-, Reinigungs- und Instandhaltungskosten berücksichtigt. Die neue Defizitvereinbarung gilt ab 1. September 2017.

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