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Die Landwirte Martin Mayer jun. und sen. sowie „Bodenständig“-Berater Werner Rauhögger von Ecozept (v. r.) freuten 2016 sich über eine gelungene Einsaat der Zwischenfrucht auf den Flächen am Ambacher Bach.

Abschlussveranstaltung von „boden:ständig“

Freising: Nachhaltiger Hochwasserschutz wichtiger denn je

Das Projekt „boden:ständig“ wurde bei einer Abschlussveranstaltung im großen Sitzungssaal des Landratsamts Freising beendet. Landrat Josef Hauner bedankte sich bei allen beteiligten Gemeinden und dem Landschaftspflegeverband Freising für die erfolgreiche Mitarbeit.

Landkreis Freising – Ziel des Projekts „boden:ständig“ war es, dass immer mehr Menschen in einer Region beim Boden- und Gewässerschutz selbst aktiv werden. Der Bedarf für nachhaltigen Hochwasserschutz wurde insbesondere in den zurückliegenden Wochen erneut bundesweit deutlich. Experten zufolge werden Starkregen-Ereignisse in Zukunft voraussichtlich noch viel häufiger auftreten – das verdeutlichte die Wichtigkeit des „boden:ständig“-Projekts.

Der Landrat sicherte bei der Veranstaltung auch weiterhin seine volle Unterstützung zu, die ländliche Entwicklung zu stärken und gemeinsam Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, das heißt die Wasserpolitik stärker auf eine nachhaltige und umweltverträgliche Wassernutzung auszurichten, bleibt aber zentrale Aufgabe der Gemeinden.

Insgesamt sind während der Laufzeit von „boden:ständig“ in Bayern 40 Projekte entstanden, drei davon im Landkreis Freising: der Ambacher Bach in den Gemeinden Haag, Wang, Zolling und der Stadt Moosburg, der Hutgraben in den Gemeinden Wolfersdorf und Zolling sowie der Thalhauser Graben in der Gemeinde Kranzberg und der Stadt Freising. Alle drei Projekte laufen seit März 2015 und haben das Ziel, die umliegenden Dörfer und Städte vor Hochwasser zu schützen.

Außerdem werden die Landwirte, die in den betroffenen Gebieten Felder bewirtschaften, über Verbesserungsmöglichkeiten ihres Anbauverfahrens informiert. Schließlich wird versucht, den ökologischen Zustand der Gewässer zu verbessern. Dies hat vor allem beim Projekt „Hutgraben“ große Priorität, da der Hutgraben ein Zulauf der Amper ist und diese kurz darauf ein Naturschutzgebiet durchfließt.

Möglich gemacht werden die drei Projekte nach Angaben der Landschaftsplanerin Angelika Ruhland durch mehr als 200 Landwirte und Bewirtschafter. Auch wenn „boden:ständig“ jetzt offiziell vorbei ist: geplant ist noch viel. Bisher wurden noch nicht viele Maßnahmen umgesetzt, die Hauptarbeit lag in der Information der Bürger und der Vorbereitung der Arbeiten.

Die Hoffnung der „boden:ständig“-Organisatoren liegt darin, dass aus den kleinen Projekten in Zukunft ein großes Verfahren zur ländlichen Entwicklung entsteht. Die Gemeinden und die Stadt Moosburg gehören einer Teilnehmergemeinschaft an, die die Maßnahmenumsetzungen entlang der Bäche im Landkreis zukünftig begleitet.

Am Ende der Veranstaltung kam es noch zu einer lebhaften Diskussion. Diese zeigte deutlich, dass Gemeinderäte genauso wie Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde und des Wasserwirtschaftsamts die Ergebnisse und den Fortgang des Projekts unterstützen und auf eine noch stärkere Beteiligung aller Gemeinden und insbesondere auch der Stadt Freising drängen.

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